"Letztendlich ist das alles wahnsinnig traurig"

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beavielleser Avatar

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Mirabell ist Single. Sie versucht sich auf Dating Apps, aber keiner der Matchs ist der Richtige. Ihre Therapeutin meint, dass könnte daran liegen, dass die Ehe ihren Eltern schwierig ist.
Mirabell fängt an Fragen über das Leben ihrer Vorfahrinnen zu stellen, bekommt aber nur wenige Antworten. Doch sie gibt nicht auf. Sie fragt ihre Mutter und ihren Großvater aus, sucht nach Bildern und Dokumenten und fragt in Standesämtern nach. Langsam ergibt sich ein wages Bild, das Mirabell mit ihren eigenen Vorstellungen abrunden.

"....Ich habe mich gefragt, was die Geschichte meiner Urgroßmutter für die folgenden Generationen meiner Familie bedeutet hat. Ich kann das nur in der Fiktion beantworten." (Aus dem Vorwort)

Schon auf Seite 12 erfährt man in kurzen Worten, die aber sehr eindringlich sind, was für Schicksale die Mutter, Grossmutter und Urgroßmutter von Mirabell aushalten mussten.

Der Erzählstil hat mir ausgesprochen gut gefallen, er ist klug und überzeugend. Der Schreibstil ist trotz der schweren Themen sehr flüssig. Die Charaktere sind glaubwürdig und ihre Schicksale berührend.

Eine große Leseempfehlung. Von mir bekommt das Buch 6 von 5 Sternen.