Starke Themen, sehr ergreifend
An die schnell wechselnden Erzählperspektiven musste mich erst gewöhnen. Die sind hier natürlich strategisch platziert und eindeutig abgegrenzt, aber mein Hirn kann manchmal nicht so schnell umschalten. Trotzdem habe ich mit allen vier Frauen und ihrer Geschichte mitgefiebert.
Durch die Jahreszahlen werden die unterschiedlichen Wahrnehmungen von Heirat und der Rolle der Frau nochmals untermalt. Ich fand es teilweise so schrecklich zu verfolgen und hatte beim Lesen mir als einmal einen dicken Kloß im Hals und hätte mir gehofft, dass sich vor allem Sabine und Hannchen weniger fügen, mehr für sich einstehen und ihnen jemand einen Ausweg aufzeigt.
Die Verknüpfung über die Rekonstruktion der Familiengeschichte fand ich gut gewählt und fand es trotzdem befremdlich, wie Sabine Mirabells teils fiktive Lückenfüllung aufnimmt und auch zu ihrer eigenen Geschichte keine echte Stellung bezieht. Auch, dass Mirabell mit ihrem Vater keine Aussprache sucht hat mich so ein bisschen aufgerieben.
Der Schreibstil ist großartig- emotional ergreifend, authentisch, erschütternd nüchtern in den Schilderungen von Gewalt und Schikanen. Auch wie unbarmherzig hier Frauen miteinander umgehen und wie mentale Gesundheit eher etwas rufschädigendes ist, was man im Stillen mit sich ausmacht hat mich total mitgenommen.
Starkes Buch, gespickt mit wichtigen Themen. Mir hats sehr gut gefallen.
Durch die Jahreszahlen werden die unterschiedlichen Wahrnehmungen von Heirat und der Rolle der Frau nochmals untermalt. Ich fand es teilweise so schrecklich zu verfolgen und hatte beim Lesen mir als einmal einen dicken Kloß im Hals und hätte mir gehofft, dass sich vor allem Sabine und Hannchen weniger fügen, mehr für sich einstehen und ihnen jemand einen Ausweg aufzeigt.
Die Verknüpfung über die Rekonstruktion der Familiengeschichte fand ich gut gewählt und fand es trotzdem befremdlich, wie Sabine Mirabells teils fiktive Lückenfüllung aufnimmt und auch zu ihrer eigenen Geschichte keine echte Stellung bezieht. Auch, dass Mirabell mit ihrem Vater keine Aussprache sucht hat mich so ein bisschen aufgerieben.
Der Schreibstil ist großartig- emotional ergreifend, authentisch, erschütternd nüchtern in den Schilderungen von Gewalt und Schikanen. Auch wie unbarmherzig hier Frauen miteinander umgehen und wie mentale Gesundheit eher etwas rufschädigendes ist, was man im Stillen mit sich ausmacht hat mich total mitgenommen.
Starkes Buch, gespickt mit wichtigen Themen. Mir hats sehr gut gefallen.