Über vier Leben
Ein starkes Debüt über die Weitergabe von Generationstrauma.
Können Traumata über die Generationen hinweg weitergetragen werden?
Mirabell begibt sich auf die Suche. Sie fühlt sich leer und tritt auf der Stelle. Warum fällt es ihr so schwer einen Partner zu finden? Wieso ist da eine Barriere, die sie davor zu beschützen versucht? Zusammen mit ihrer Therapeutin versucht Mirabell herauszufinden, was in ihrer Familie passiert ist, und wie die einzelnen Generationen gelebt haben. Begonnen mit ihrer Urgroßmutter Hannchen, die durch eine schicksalhafte Nacht alles ins Rollen bringt und später verschwindet. Großmutter Lisa, die mit ihrem Leben überhaupt nicht zurecht kommt und es beenden möchte. Ihre Mutter Sabine, die es nicht schafft sich von ihrem gewalttätigen Ehemann zu trennen.
Pauline Hatscher schreibt hier einen fiktiven Roman, der mir sowas von unter die Haut gegangen ist. Die Schicksale der Frauen gingen mir sehr nah. Es gab Sprünge in die verschiedenen Zeiten der 1930er, 60er, 90er und 2020er Jahre, durch die die einzelnen Charaktere nochmal näher gebracht wurden. Die Kapitel hatten angenehme Längen, mal kurz mal etwas länger. Jede Frau kommt zu Wort, und Mirabell versucht zu erahnen weshalb jede ihre Entscheidungen getroffen hat. Ich habe sehr oft mit dem Kopf geschüttelt und war fassungslos wie mit den Frauen umgegangen wurde. Wie sie ihren Männern untergeben waren, wie bevormundend alles zuging. Durch eine Verg€waltigung dazu verurteilt werden,die Familie verlassen zu müssen. Weil sie Schaden über die Familie bringt. Ich habe ganz oft schlucken müssen, hatte Bauchschmerzen bei den Gedanken.
Dieser Roman zeigt sehr gut, wie Trauma weitergegeben wird, über die Generationen hinweg. Und nur weil man es so vorgelebt bekommt, heißt es nicht, dass man es wieder genauso machen muss. Man darf ausbrechen aus diesem Teufelskreis. Jeder sollte ein selbstbestimmtes Leben führen.
Ein packendes Debüt, welches ich unbedingt empfehle! Aber Achtung - es beinhaltet wirklich harte Themen.
⭐⭐⭐⭐⭐ | 5 Sternen
Können Traumata über die Generationen hinweg weitergetragen werden?
Mirabell begibt sich auf die Suche. Sie fühlt sich leer und tritt auf der Stelle. Warum fällt es ihr so schwer einen Partner zu finden? Wieso ist da eine Barriere, die sie davor zu beschützen versucht? Zusammen mit ihrer Therapeutin versucht Mirabell herauszufinden, was in ihrer Familie passiert ist, und wie die einzelnen Generationen gelebt haben. Begonnen mit ihrer Urgroßmutter Hannchen, die durch eine schicksalhafte Nacht alles ins Rollen bringt und später verschwindet. Großmutter Lisa, die mit ihrem Leben überhaupt nicht zurecht kommt und es beenden möchte. Ihre Mutter Sabine, die es nicht schafft sich von ihrem gewalttätigen Ehemann zu trennen.
Pauline Hatscher schreibt hier einen fiktiven Roman, der mir sowas von unter die Haut gegangen ist. Die Schicksale der Frauen gingen mir sehr nah. Es gab Sprünge in die verschiedenen Zeiten der 1930er, 60er, 90er und 2020er Jahre, durch die die einzelnen Charaktere nochmal näher gebracht wurden. Die Kapitel hatten angenehme Längen, mal kurz mal etwas länger. Jede Frau kommt zu Wort, und Mirabell versucht zu erahnen weshalb jede ihre Entscheidungen getroffen hat. Ich habe sehr oft mit dem Kopf geschüttelt und war fassungslos wie mit den Frauen umgegangen wurde. Wie sie ihren Männern untergeben waren, wie bevormundend alles zuging. Durch eine Verg€waltigung dazu verurteilt werden,die Familie verlassen zu müssen. Weil sie Schaden über die Familie bringt. Ich habe ganz oft schlucken müssen, hatte Bauchschmerzen bei den Gedanken.
Dieser Roman zeigt sehr gut, wie Trauma weitergegeben wird, über die Generationen hinweg. Und nur weil man es so vorgelebt bekommt, heißt es nicht, dass man es wieder genauso machen muss. Man darf ausbrechen aus diesem Teufelskreis. Jeder sollte ein selbstbestimmtes Leben führen.
Ein packendes Debüt, welches ich unbedingt empfehle! Aber Achtung - es beinhaltet wirklich harte Themen.
⭐⭐⭐⭐⭐ | 5 Sternen