Überleben in vier Leben - einfach durchhalten!

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reisemalki Avatar

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Vier Frauen - vier Leben und doch haben alle eines gemeinsam. Der Wunsch nach Anerkennung, der Wunsch nach Liebe, der Wunsch nach Geborgenheit und alle haben sie eines, genau davon nichts! Alle die Protagonistinnen haben von der Erzählerin eines gemeinsam, sie sind die Vorfahren von Mirabell, welche sich auf die Suche nach der Vergangenheit in ihrer mütterlichen Vorahnenrehe macht (man klingt das Wort hölzern). Wie immer hat die Familie mehr als eine Leiche im Keller. Wer kennt es nicht - Der Opa oder Uropa war kein Nazi und upps findet man in den geöffneten Archiven von diesem eine Beitrittserklärung in diese Partei. So kann man sich die Suche von Mirabell zu ihrer Uroma, Oma und Mutter vorstellen, welche eigentlich teilweise Phantasien von ihr sind, wie es sich abgespielt haben könnte. Denn die Familie oder in diesem Fall die Patriarchin Erna schweigt. Niemand hat damals bei Hannchen irgendetwas gemacht, niemand hat gemerkt das es Lisa nicht gutgeht. Und doch wollten alle nur eines: Anerkennung, Geborgenheit, Wertschätzung und haben dieses nie bekommen. Ja, Funktionieren wäre noch ein gutes Wort, sie mussten funktionieren, als Haushälterin, Hausfrau, Mutter. Sie mussten Verständnis für jeden aufbringen “Wie kannst du nur?” - aber keiner brachte Verständnis für die Frauen auf, in keiner der Geschichten - sie mussten nur funktionieren. Bei manchen Gesellen ging mir dann echt das Klappmesser sprichwörtlich in der Hosentasche auf, aber auch Unverständnis, warum flieht man nicht. Was hat man zu verlieren? Ein Buch, das sehr nachdenklich macht, aber manches mal auch phasenweise ein wenig abdriftet. Deshalb nur die vier Sterne.