Unerzählte Familiengeschichte

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ranke Avatar

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Das Cover hat mich sehr angesprochen, diese starken grellen Farbspuren auf einem ruhigen Landschaftsbild.
Der Debütroman von Pauline Hatscher hat mich sehr angesprochen. Ausgehend von Mirabell (betreffend das Jahr 2023), die im Gespräch mit ihrer Therapeutin ihre Einsamkeit und ihre Probleme einen Partner zu finden aufarbeiten. Mirabell sieht Parallelen zu ihrer Mutter (1993 als Erzählbasis) und deren schlechten Ehe, ihrer Oma Lisa (die sich 1969 das Leben nahm) sowie ihrer Uroma Hannchen, die 1932 spurlos verschwand.
Über alle diese Frauen wird kaum gesprochen, Probleme wurden totgeschwiegen, und viele Dinge aus der Vergangenheit sind in Vergessenheit oder gar nicht bekannt.
Mirabell befragt ihre Mutter, den Opa und bemüht Archive, um Dinge ans Licht zu bringen. Viel ist es nicht, aber mehr als bisher bekannt war.
So schreibt sie schließlich fiktiv, füllt die Lücken und rundet die Lebensgeschichten ab. So hätten sie sein können.
Ich bin sehr begeistert vom Buch, von der Sprache. Meine eigenen Vorfahren sind teilweise vollkommen im Gedächtnis verloren gegangen. Jeder nimmt die Geheimnisse mit ins Grab anstatt sie weiterzuerzählen. Da hilft wohl nur Fantasie.