Warum sind wir, wie wir sind?

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laraesia Avatar

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Das Buch ist definitiv ein Buch, was für Leute, die Themen mit Depression, Suizid, Vergewaltigung sowie Gewalt haben, nicht geeignet.

Mirabell ist 25, mit dem Studium fertig und arbeitslos. Sie ist ausserdem in Leipzig, nicht ihrer Heimatstadt, sehr einsam und beginnt ihre Familiengeschichte aufzuarbeiten. Im Diskurs mit ihrer Therapeutin, mit der sie u.a. auch ihre Depressionen, Einsamkeit und Schwierigkeiten, auf Leute zuzugehen diskutiert als auch mit ihrer Freundin Franzi, arbeitet sie eine vier Generationen Geschichte auf. Ihre Mutter, Sabine, die einen gewalttätigen, egozentrischen Ehemann hat, deren Mutter Lisa, die sich aufgrund schwerer Depressionen als Sabine 3,5 war, das Leben genommen hat, deren leibliche Mutter bei einer Vergewaltigung schwanger wurde und das Kind abgeben musste.

Die Geschichte wird aus Mirabells Perspektive geschildert und sie betont auch immer wieder, dass sie die Geschichte der anderen Familienmitglieder schreibt - das hat mir die Freude an der Geschichte etwas genommen, da so eine grosse hypothetische Komponente eröffnet wurde. Dennoch eine nahegehende Geschichte, die auch zeigt, wie Wirkungsgefüge sich auf die nächsten Generationen übertragen und es extrem wichtig ist, seine Traumata aufzuarbeiten. Mirabell hat hiermit den Grundstein gelegt.