Zwischen Schweigen und Schicksal
Der Einstieg in die Geschichte ist mir ehrlich gesagt nicht leichtgefallen. Die Erzählweise hat mich anfangs etwas überfordert, vor allem weil ich erst einmal herausfinden musste, wer zu wem gehört und wie die einzelnen Frauen miteinander verbunden sind.
Mirabell möchte ihrer eigenen Lethargie auf den Grund gehen und beginnt deshalb, die Geschichte der Frauen in ihrer Familie zu ergründen. Dabei stößt sie auf vieles, worüber über Generationen hinweg nie gesprochen wurde. Geheimnisse werden totgeschwiegen, Erlebnisse verdrängt und ein wirkliches Miteinanderreden scheint kaum vorhanden zu sein.
Die Schicksale der Frauen haben mich teilweise wirklich erschüttert. Die Familie wirkt zerrüttet, ohne dass dies jemals offen ausgesprochen wird. Gerade diese vielen unausgesprochenen Dinge geben der Geschichte eine düstere, teilweise beklemmende Atmosphäre.
Die ungewöhnliche Erzählweise hat mich durchaus gereizt. Nach und nach fügen sich die einzelnen Geschichten zusammen und ergeben ein immer klareres Bild. Trotzdem hatte ich nicht durchgehend einen richtigen Zugang zu den Figuren.
Inhaltlich werden viele schwere Themen angesprochen, unter anderem häusliche Gewalt und Vergewaltigung. Hier hätte ich mir eine Triggerwarnung gewünscht.
Ich fand den Roman tiefgründig, ohne wirklich tiefgründig zu sein. Es werden viele Themen angesprochen und Gedanken angestoßen, manches blieb für mich aber eher an der Oberfläche.
Am Ende bleibt bei mir deshalb ein zwiespältiger Eindruck. Die Idee und die besondere Erzählweise fand ich interessant, und einige der Schicksale haben mich durchaus beschäftigt. Trotzdem hat mir etwas gefehlt, um mich wirklich emotional mit der Geschichte zu verbinden.3/5 Sterne
Mirabell möchte ihrer eigenen Lethargie auf den Grund gehen und beginnt deshalb, die Geschichte der Frauen in ihrer Familie zu ergründen. Dabei stößt sie auf vieles, worüber über Generationen hinweg nie gesprochen wurde. Geheimnisse werden totgeschwiegen, Erlebnisse verdrängt und ein wirkliches Miteinanderreden scheint kaum vorhanden zu sein.
Die Schicksale der Frauen haben mich teilweise wirklich erschüttert. Die Familie wirkt zerrüttet, ohne dass dies jemals offen ausgesprochen wird. Gerade diese vielen unausgesprochenen Dinge geben der Geschichte eine düstere, teilweise beklemmende Atmosphäre.
Die ungewöhnliche Erzählweise hat mich durchaus gereizt. Nach und nach fügen sich die einzelnen Geschichten zusammen und ergeben ein immer klareres Bild. Trotzdem hatte ich nicht durchgehend einen richtigen Zugang zu den Figuren.
Inhaltlich werden viele schwere Themen angesprochen, unter anderem häusliche Gewalt und Vergewaltigung. Hier hätte ich mir eine Triggerwarnung gewünscht.
Ich fand den Roman tiefgründig, ohne wirklich tiefgründig zu sein. Es werden viele Themen angesprochen und Gedanken angestoßen, manches blieb für mich aber eher an der Oberfläche.
Am Ende bleibt bei mir deshalb ein zwiespältiger Eindruck. Die Idee und die besondere Erzählweise fand ich interessant, und einige der Schicksale haben mich durchaus beschäftigt. Trotzdem hat mir etwas gefehlt, um mich wirklich emotional mit der Geschichte zu verbinden.3/5 Sterne