Sommer, Sehnsucht und ein leiser Machtkampf

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emi1984 Avatar

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Ultramarin fühlt sich beim Reinlesen sofort intensiv an – flirrend, warm, aber mit einer unterschwelligen Spannung, die nie ganz verschwindet. Dieses Setting an der dänischen Küste, das alte Ferienhaus, das scheinbar freie Dahinleben – all das wirkt erst leicht, fast träumerisch.

Doch in der Konstellation zwischen Lou, Raf und Nora liegt etwas Unruhiges. Mich reizt besonders dieses psychologische Spiel: Nähe, Abhängigkeit, Begehren – und die Frage, wer eigentlich die Kontrolle hat. Lou wirkt verletzlich, Raf charismatisch, fast übermächtig.

Für mich klingt das nach einem Roman, der weniger von Handlung lebt als von Atmosphäre und inneren Spannungen. Ein Sommerbuch – aber eines, das eher verstört als beruhigt.