Deprimierend

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Das Cover von, "Ultramarin" von Ann-Christin Kumm ist ansprechend und weckt in mir die Sehnsucht nach dem Meer. Das Buch ist aber alles andere als eine leichte Urlaubslektüre. Lou und Raf verbringen ihre Ferien in Dänemark. Begleitet werden sie von Nora, der Freundin von Rafs Schwester Sophie, die die Reise kurzfristig abgesagt hat. Schon im Prolog wird klar, dass der Trip nicht gut enden wird. Im Laufe der Zeit verdeutlichen sich die toxischen Beziehungen untereinander und alles spitzt sich zu. Die Protagonisten sind mir alle auf ihre Art unsympathisch und auch den Schreibstil finde ich nicht besonders ansprechend. Er ist roh und irgendwie deprimierend und warum die Autorin die Satzzeichen in der wörtlichen Rede auslässt, erschließt sich mir nicht. Grundsätzlich ist Ann-Christin Kumm ein spannendes Thema angegangen, aber man hätte mehr daraus machen können. Die Schwermütigkeit in die dieser ganze Roman eingehüllt ist, ist manchmal kaum auszuhalten und ich musste tief durchatmen, als ich mit der Geschichte durch war. Als kleiner Tipp am Rande, der Verlag hätte im Schutzumschlag, aus meiner Sicht, ein etwas freundlicheres Foto von der Autorin veröffentlichen sollen. Ihr Blick ist genauso düster wie der Roman, aber vielleicht ist das ja bewusst so gewählt worden.