Die etwas andere Sommerlektüre

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squeechiee Avatar

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Durch Zufall bin ich auf das Buch beim Stöbern gestoßen und allein das Cover bleibt im Gedächtnis und entwickelt diesselbe Sogwirkung wie die Geschichte, die es umhüllt.

Der Schreibstil der Autorin ist für mich erfrischend ungezwungen, die Anführungszeichen bei der wörtlichen Rede vermisst man schnell nicht mehr. Die Worte und Gedanken von Lou, aus dessen Sicht diese Geschichte über Sommer, (toxische) Liebe und Gewalt erzählt wird, verschwimmen miteinander und entwickeln ihre ganz eigene Dynamik.

Bemerkenswert, dass man am Anfang nicht unbedingt erkennt, ob Lou ein Junge oder Mädchen ist - es stört überhaupt nicht, es macht es nur umso mehr besonders.

Ein zutiefst mitreißender, mal ganz anderer Sommerroman, der neben etablierten Werken wie z.B. Call me by your name als Coming-of-age Roman einen festen Platz in deutschen Bücherregalen finden kann. Vielleicht sogar für die große Leinwand taugt.

Mir hat Ultramarin supergut gefallen, kleine Abzüge in der B Note, aber grundsätzlich für jeden etwas, der keine Angst vor einem düsteren Ton in seiner Sommerlektüre hat.