Distanziert und emotionslos
„Ultramarin“ von Ann-Christin Kumm erzählt die Geschichte von Lou und Raf. Seit der Schule sind die beiden unzertrennlich, doch neben der Freundschaft hat Lou tiefere Gefühle für Raf. Raf legt sich hier nicht fest; zwar gibt es immer mal wieder körperliche Liebe zwischen Lou und ihm, aber Raf hat auch Affären mit Frauen. Oft sogar ganz offen vor Lou, den dies verletzt. Doch Lou ist ein sehr unterwürfiger, ruhiger Charakter, während Raf charismatisch und dominant ist, und sehr manipulativ.
Doch aus Liebe zu Raf erträgt Lou alles; folgt Raf blind und hofft immer, dass dieser ihm ganz gehören wird.
Als Lou und Raf im Sommer nach Dänemark ins Ferienhaus von Rafs Familie fahren und statt RAfs Schwester Sophie deren Freundin Nora mitkommt, wird die Lage kompliziert.
In Rückblicken erinnert sich Lou an die frühere Zeit mit Raf und Sophie, und an Jakob; besonders hier reißen alte Wunden auf.
Als Nora eines Tages ohne Abschied verschwindet, hofft Lou auf mehr Nähe mit Raf. Doch alles kommt anders ... Ich möchte hier nicht spoilern, sage nur, dass das Ende ziemlich krass ausfällt.
Gefallen hat es mir leider nicht, ebenso wie mir der sehr nüchterne Schreibstil von Ann-Christin Kumm nicht besonders zusagte.
Durch die fehlende wörtliche Rede und häufige Wiederholungen von „er sagte“, „sie sagte“ wurde der Lesefluss ziemlich gestört. Auch wurde vieles nur angedeutet und nicht gut auserzählt.
Zu den Protagonist*innen konnte ich keine wirkliche Nähe herstellen, sie blieben recht distanziert. Vor allem der sehr unterwürfige Lou blieb sehr farblos für mich.
So spannend die Grundidee einer queeren toxischen Beziehung auch ist, fiel die Umsetzung leider recht zäh und unemotional aus. Zum Thema dysfunktionale Beziehungen gibt es meiner Meinung nach deutlich stärkere Bücher. - Für diesen Debütroman kann ich leider keine Leseempfehlung aussprechen.
Doch aus Liebe zu Raf erträgt Lou alles; folgt Raf blind und hofft immer, dass dieser ihm ganz gehören wird.
Als Lou und Raf im Sommer nach Dänemark ins Ferienhaus von Rafs Familie fahren und statt RAfs Schwester Sophie deren Freundin Nora mitkommt, wird die Lage kompliziert.
In Rückblicken erinnert sich Lou an die frühere Zeit mit Raf und Sophie, und an Jakob; besonders hier reißen alte Wunden auf.
Als Nora eines Tages ohne Abschied verschwindet, hofft Lou auf mehr Nähe mit Raf. Doch alles kommt anders ... Ich möchte hier nicht spoilern, sage nur, dass das Ende ziemlich krass ausfällt.
Gefallen hat es mir leider nicht, ebenso wie mir der sehr nüchterne Schreibstil von Ann-Christin Kumm nicht besonders zusagte.
Durch die fehlende wörtliche Rede und häufige Wiederholungen von „er sagte“, „sie sagte“ wurde der Lesefluss ziemlich gestört. Auch wurde vieles nur angedeutet und nicht gut auserzählt.
Zu den Protagonist*innen konnte ich keine wirkliche Nähe herstellen, sie blieben recht distanziert. Vor allem der sehr unterwürfige Lou blieb sehr farblos für mich.
So spannend die Grundidee einer queeren toxischen Beziehung auch ist, fiel die Umsetzung leider recht zäh und unemotional aus. Zum Thema dysfunktionale Beziehungen gibt es meiner Meinung nach deutlich stärkere Bücher. - Für diesen Debütroman kann ich leider keine Leseempfehlung aussprechen.