distanzierte Charaktere
„Ultramarin“ ist ein Roman mit einer spannenden Grundidee und intensiven Themen – bei mir blieb das Leseerlebnis allerdings etwas auf Distanz.
Im Mittelpunkt steht Lou, der gemeinsam mit seinem charismatischen Freund Raf den Sommer verbringt. Doch diesmal ist alles anders, denn auch Nora begleitet die beiden an die dänische Küste. In einem abgelegenen Ferienhaus zwischen Dünen und Meer verbringen sie scheinbar unbeschwerte Tage: baden, treiben lassen, kochen, rauchen. Doch unter dieser Oberfläche beginnen sich Spannungen aufzubauen. Beziehungen verschieben sich, Machtverhältnisse werden spürbar, und plötzlich steht die Frage im Raum, wer hier eigentlich wen braucht – oder manipuliert. Als Nora eines Tages spurlos verschwindet, kippt die Stimmung endgültig.
Thematisch fand ich das Buch durchaus interessant – gerade das Spiel mit Nähe, Abhängigkeit und Begehren hat viel Potenzial. Allerdings konnte mich der Schreibstil nicht ganz abholen. Er wirkt sehr nüchtern und teilweise fast distanziert, wodurch es mir schwerfiel, wirklich in die Geschichte einzutauchen oder eine emotionale Verbindung aufzubauen.
Auch mit den Figuren bin ich nicht richtig warm geworden. Keiner der Charaktere war für mich wirklich sympathisch oder greifbar, was das Mitfiebern erschwert hat. Dadurch blieb vieles eher beobachtend als mitreißend.
Zusätzlich hätte ich mir sprachlich etwas mehr Abwechslung gewünscht – gerade bei einfachen Formulierungen wie „sagte“ merkt man, wie viel mehr Vielfalt möglich gewesen wäre.
Insgesamt ein Buch mit spannenden Ansätzen und Themen, das mich aber emotional nicht ganz erreichen konnte.
Im Mittelpunkt steht Lou, der gemeinsam mit seinem charismatischen Freund Raf den Sommer verbringt. Doch diesmal ist alles anders, denn auch Nora begleitet die beiden an die dänische Küste. In einem abgelegenen Ferienhaus zwischen Dünen und Meer verbringen sie scheinbar unbeschwerte Tage: baden, treiben lassen, kochen, rauchen. Doch unter dieser Oberfläche beginnen sich Spannungen aufzubauen. Beziehungen verschieben sich, Machtverhältnisse werden spürbar, und plötzlich steht die Frage im Raum, wer hier eigentlich wen braucht – oder manipuliert. Als Nora eines Tages spurlos verschwindet, kippt die Stimmung endgültig.
Thematisch fand ich das Buch durchaus interessant – gerade das Spiel mit Nähe, Abhängigkeit und Begehren hat viel Potenzial. Allerdings konnte mich der Schreibstil nicht ganz abholen. Er wirkt sehr nüchtern und teilweise fast distanziert, wodurch es mir schwerfiel, wirklich in die Geschichte einzutauchen oder eine emotionale Verbindung aufzubauen.
Auch mit den Figuren bin ich nicht richtig warm geworden. Keiner der Charaktere war für mich wirklich sympathisch oder greifbar, was das Mitfiebern erschwert hat. Dadurch blieb vieles eher beobachtend als mitreißend.
Zusätzlich hätte ich mir sprachlich etwas mehr Abwechslung gewünscht – gerade bei einfachen Formulierungen wie „sagte“ merkt man, wie viel mehr Vielfalt möglich gewesen wäre.
Insgesamt ein Buch mit spannenden Ansätzen und Themen, das mich aber emotional nicht ganz erreichen konnte.