Ein außergewöhnliches Debüt
Lou und Raf kennen sich seit ihrer Schulzeit und wirken unzertrennlich. Vor allem für Lou scheint es nur Raf zu geben, dem die Welt offensteht. In diesem Sommer fahren sie in ein abgelegenes Ferienhaus an der dänischen Küste, begleitet von Nora, einer Freundin von Rafs Schwester Sophie. Was zunächst wie ein unbeschwerter Urlaub beginnt, entwickelt sich zunehmend zu einem Albtraum. Zwischen den dreien entsteht eine spürbare Spannung, sie umkreisen sich, bis Nora plötzlich verschwindet. Lou wird immer unsicherer, fragt sich, ob Raf seine Nähe überhaupt noch will und ob die Geister der Vergangenheit seine Welt vollständig aus den Fugen geraten lassen.
Mit „Ultramarin“ legt Ann-Christin Kumm einen Debütroman vor, der als psychologisch vielschichtiges Werk überzeugt. Sie erzählt eine Geschichte über Abhängigkeit, Manipulation, Begehren und toxische Beziehungsgeflechte. Das ganze Ausmaß des Dramas entfaltet sich nur allmählich, während die Atmosphäre stetig dichter, bedrückender und dunkler wird und die Leser:innen wiederholt fassungslos zurücklässt. Die Handlung wird konsequent aus Lous Ich-Perspektive erzählt, wobei sich zwei Zeitebenen zunehmend überlagern. Sprachlich erzeugt Kumm eine eindringliche Balance aus Distanz und Unmittelbarkeit und zieht ihr Publikum tief in das dargestellte Machtgefüge hinein. Die durchgehend indirekte Erzählweise verstärkt diesen Effekt zusätzlich. Die Figuren sind glaubhaft gezeichnet und vermitteln eine bemerkenswerte psychologische Tiefe. Ein außergewöhnliches Debüt, das stellenweise wie ein Thriller wirkt und zugleich durch hohe literarische Qualität besticht. Definitiv ein Highlight!
Mit „Ultramarin“ legt Ann-Christin Kumm einen Debütroman vor, der als psychologisch vielschichtiges Werk überzeugt. Sie erzählt eine Geschichte über Abhängigkeit, Manipulation, Begehren und toxische Beziehungsgeflechte. Das ganze Ausmaß des Dramas entfaltet sich nur allmählich, während die Atmosphäre stetig dichter, bedrückender und dunkler wird und die Leser:innen wiederholt fassungslos zurücklässt. Die Handlung wird konsequent aus Lous Ich-Perspektive erzählt, wobei sich zwei Zeitebenen zunehmend überlagern. Sprachlich erzeugt Kumm eine eindringliche Balance aus Distanz und Unmittelbarkeit und zieht ihr Publikum tief in das dargestellte Machtgefüge hinein. Die durchgehend indirekte Erzählweise verstärkt diesen Effekt zusätzlich. Die Figuren sind glaubhaft gezeichnet und vermitteln eine bemerkenswerte psychologische Tiefe. Ein außergewöhnliches Debüt, das stellenweise wie ein Thriller wirkt und zugleich durch hohe literarische Qualität besticht. Definitiv ein Highlight!