Ein Sommer der unter die Haut geht.

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schnuckelchen Avatar

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Ultramarin“ hat mich vor allem durch seine Stimmung überzeugt. Dieses flirrende Sommergefühl zwischen Freiheit, Sehnsucht und unterschwelliger Gefahr zieht sich durch das ganze Buch. Die Beziehungen der Figuren wirken gleichzeitig nah und fremd – man spürt ständig, dass etwas kippen könnte.

Besonders mochte ich die ruhige, poetische Sprache, die viel zwischen den Zeilen erzählt. Manche Szenen bleiben lange im Kopf, gerade weil das Buch emotionale Unsicherheiten und Abhängigkeiten so fein beobachtet. Kein schneller Spannungsroman, sondern eher ein intensives Eintauchen in Gefühle, Dynamiken und unausgesprochene Konflikte. Für mich ein Roman, der mehr über Atmosphäre und psychologische Spannung funktioniert als über große Handlung – und genau das macht ihn besonders.
Ultramarin“ ist kein lauter Roman, sondern einer, der sich langsam entfaltet und gerade dadurch lange nachhallt. Für mich ein atmosphärisch starkes Buch über Nähe, Kontrolle und die Zerbrechlichkeit von Beziehungen.