Feuer, Meer und so viel Gift
Lou und Raf kennen sich seit ihrer Jugend und führen eine enge, mal nicht so enge Beziehung, manchmal auch nur eine Art Freundschaft, manchmal steht auch alles still. Als sie gemeinsam mit Nora einen Sommer an der dänischen Küste verbringen, kommen die erschreckenden Abgründe dieser Verbindung immer deutlicher zum Vorschein.
Selten hat mich die Darstellung einer Beziehung so fassungslos gemacht. Manipulation, emotionale Abhängigkeit, rücksichtsloses Ausnutzen von Macht und einfach nur so viel Toxizität durchziehen nahezu jede Begegnung der beiden. Ich hab mich immer wieder dabei erwischt, wie ich beim Lesen den Kopf geschüttelt habe. Manche Szenen sind so krass, dass ich mich fast wie in Schockstarre gefühlt habe.
Die rohe Aussichtslosigkeit macht den Roman aber auch aus. Es gibt keinen tröstlichen Ausweg und keine einfache Erkenntnis, die plötzlich alles verändert. Und ich finde, das ist genau der Punkt. Das ist die erschreckende Nähe zur Realität. Wer in einer solchen Beziehung gefangen ist, kann sich nicht einfach durch eine vernünftige Entscheidung daraus befreien.
Von außen lässt sich leicht behaupten, einem selbst könnte sowas niemals passieren. Und auch wenn man für die beiden Protas des Romans nicht viel übrig hat (ich wurde dauernd richtig wütend auf Raf), so offensichtlich wie von außen betrachtet, läuft eine beginnende Manipulation nicht ab. Grenzen werden immer weiter ausgedehnt, das Selbstvertrauen wird immer kleiner und womöglich erkennst du die Gefahr erst, wenn die Abhängigkeit längst ein Teil von dir ist. Sich daraus zu lösen, erfordert ungeheuer viel Kraft und vor allem ein sicheres Umfeld, das bei dir bleibt, obwohl oder gerade weil es immer mehr weg gedrängt wird.
Wie schwer es sein kann, sich aus einer toxischen Beziehung zu befreien, in der man sich selbst längst verloren hat, zeigt dieser Roman perfekt, aber auch sehr aufwühlend, hart und es geht nah, richtig richtig nah.
Selten hat mich die Darstellung einer Beziehung so fassungslos gemacht. Manipulation, emotionale Abhängigkeit, rücksichtsloses Ausnutzen von Macht und einfach nur so viel Toxizität durchziehen nahezu jede Begegnung der beiden. Ich hab mich immer wieder dabei erwischt, wie ich beim Lesen den Kopf geschüttelt habe. Manche Szenen sind so krass, dass ich mich fast wie in Schockstarre gefühlt habe.
Die rohe Aussichtslosigkeit macht den Roman aber auch aus. Es gibt keinen tröstlichen Ausweg und keine einfache Erkenntnis, die plötzlich alles verändert. Und ich finde, das ist genau der Punkt. Das ist die erschreckende Nähe zur Realität. Wer in einer solchen Beziehung gefangen ist, kann sich nicht einfach durch eine vernünftige Entscheidung daraus befreien.
Von außen lässt sich leicht behaupten, einem selbst könnte sowas niemals passieren. Und auch wenn man für die beiden Protas des Romans nicht viel übrig hat (ich wurde dauernd richtig wütend auf Raf), so offensichtlich wie von außen betrachtet, läuft eine beginnende Manipulation nicht ab. Grenzen werden immer weiter ausgedehnt, das Selbstvertrauen wird immer kleiner und womöglich erkennst du die Gefahr erst, wenn die Abhängigkeit längst ein Teil von dir ist. Sich daraus zu lösen, erfordert ungeheuer viel Kraft und vor allem ein sicheres Umfeld, das bei dir bleibt, obwohl oder gerade weil es immer mehr weg gedrängt wird.
Wie schwer es sein kann, sich aus einer toxischen Beziehung zu befreien, in der man sich selbst längst verloren hat, zeigt dieser Roman perfekt, aber auch sehr aufwühlend, hart und es geht nah, richtig richtig nah.