Komplizierte Beziehungsdynamik
Der Roman setzt mit einem gemeinsamen Urlaub in Dänemark ein. Geplant war die Reise ursprünglich zu viert, doch nachdem Sophie kurzfristig absagt, bleiben schließlich nur Lou, Raf und Nora zurück. Zwischen den drei Figuren entwickelt sich schnell eine spürbar angespannte Dynamik: Lou und Raf verbindet eine langjährige, komplizierte sexuelle Beziehung, während Nora Gefühle für Lou hegt. Als Nora plötzlich verschwindet, verdichtet sich die ohnehin angespannte Atmosphäre zunehmend.
Das Buch lebt stark von seiner Stimmung. Die Sprache vermittelt die Landschaft ebenso wie die Dynamik innerhalb der Freundesgruppe sehr anschaulich, sodass sich die Atmosphäre gut nachvollziehen lässt. Der Schreibstil trägt wesentlich dazu bei, dass man schnell in die Handlung hineinfindet und in die Szenerie eintauchen kann.
Die Beziehung zwischen Lou und Raf empfand ich allerdings als sehr schwer zu lesen. Lou stellt seine eigenen Bedürfnisse häufig vollständig zurück und wirkt stark auf Raf fixiert. Teilweise erscheint er dabei wie ein Schoßhündchen, das dessen Verhalten kaum hinterfragt und allem zustimmt. Raf wiederum hält Lou emotional auf Distanz, ohne ihn jedoch wirklich loszulassen. Besonders in den sexuellen Begegnungen entsteht dabei häufig der Eindruck eines deutlichen Ungleichgewichts; sie wirken teilweise eher erzwungen als eindeutig einvernehmlich. Diese Dynamik erscheint insgesamt klar toxisch und durchgehend ungesund.
Während der Szenen zwischen Lou und Raf wollte ich das Buch mehrfach zur Seite legen, da ich sowohl ihre Beziehung als auch Lous Naivität als sehr anstrengend empfand. Umso überzeugender fand ich es, dass Nora schließlich selbstbestimmt handelt.
Positiv hervorheben möchte ich jedoch, dass sich der Roman sehr angenehm lesen lässt. Der Stil ist zugänglich und flüssig, sodass man zügig durch die Seiten kommt.
Ich würde das Buch dennoch weiterempfehlen, aber mit dem Wissen, dass es sich um keine einfache Thematik handelt und kein einfacher Urlaubsroman ist.
Das Buch lebt stark von seiner Stimmung. Die Sprache vermittelt die Landschaft ebenso wie die Dynamik innerhalb der Freundesgruppe sehr anschaulich, sodass sich die Atmosphäre gut nachvollziehen lässt. Der Schreibstil trägt wesentlich dazu bei, dass man schnell in die Handlung hineinfindet und in die Szenerie eintauchen kann.
Die Beziehung zwischen Lou und Raf empfand ich allerdings als sehr schwer zu lesen. Lou stellt seine eigenen Bedürfnisse häufig vollständig zurück und wirkt stark auf Raf fixiert. Teilweise erscheint er dabei wie ein Schoßhündchen, das dessen Verhalten kaum hinterfragt und allem zustimmt. Raf wiederum hält Lou emotional auf Distanz, ohne ihn jedoch wirklich loszulassen. Besonders in den sexuellen Begegnungen entsteht dabei häufig der Eindruck eines deutlichen Ungleichgewichts; sie wirken teilweise eher erzwungen als eindeutig einvernehmlich. Diese Dynamik erscheint insgesamt klar toxisch und durchgehend ungesund.
Während der Szenen zwischen Lou und Raf wollte ich das Buch mehrfach zur Seite legen, da ich sowohl ihre Beziehung als auch Lous Naivität als sehr anstrengend empfand. Umso überzeugender fand ich es, dass Nora schließlich selbstbestimmt handelt.
Positiv hervorheben möchte ich jedoch, dass sich der Roman sehr angenehm lesen lässt. Der Stil ist zugänglich und flüssig, sodass man zügig durch die Seiten kommt.
Ich würde das Buch dennoch weiterempfehlen, aber mit dem Wissen, dass es sich um keine einfache Thematik handelt und kein einfacher Urlaubsroman ist.