Mitreißende Sommergeschichte
Die Geschichte ist konstruiert wie eine Art Kammerspiel. Drei junge Menschen – Lou, Raf und Nora – fahren zusammen nach Dänemark, um in Rafs Ferienhaus Urlaub zu machen. Zentraler Aspekt der Handlung ist dabei das komplexe Beziehungsgefüge, dass die Figuren miteinander verbindet. Raf und Lou kennen sich schon lange, ihre gemeinsame Vergangen wird in den regelmäßigen Rückblenden parallel zur fortschreitenden Handlung in der Gegenwart beschrieben. Einfach ist die Beziehung der beiden zu keinem Zeitpunkt, jeder ist auf eigene Weise vom anderen abhängig. Nora wiederum ist die Neue in dieser Konstellation, in gewisser Hinsicht die Außenseiterin, die den Status quo hinterfragt. Keine der Hauptfiguren ist einfach oder direkt liebenswert, aber gerade deshalb sind sie interessant. Die Innenleben der Figuren und ihre Beziehungen zueinander werden vor ruhigen, sprachlich leuchtenden Naturbeschreibungen ausgeführt. Auch queere Sexualität, Klassenunterschiede und familiäres Trauma werden thematisiert, wobei der Hauptfokus eher auf dem interpersonellen Drama zwischen den Hauptfiguren liegt.
Die parallelen Erzählstränge in Vergangenheit und Gegenwart finden gut zusammen, sodass die Entwicklung der Figuren und der Handlung plausibel wirkt, ohne, dass etwas von der Spannung verloren geht. Die komplette Geschichte ist aus Lous Sichtweise erzählt. Zusätzlich sind die Dialoge sind ohne Anführungszeichen in den Fließtext eingebettet, wodurch man Lous Perspektive noch unmittelbarer erlebt und sich seinen Gefühlen und Sorgen kaum entziehen kann.
Fazit: Kein Wohlfühlbuch, aber wer gerne in die Abgründe von zwischenmenschlichen Beziehungen eintaucht und sich hier einfach so mitreißen lassen möchte wie die Hauptfiguren von den ultramarin-Nordseewellen, der wird das Buch nur schwer aus der Hand legen können. Ein sehr gelungener Debütroman in meinen Augen.
Die parallelen Erzählstränge in Vergangenheit und Gegenwart finden gut zusammen, sodass die Entwicklung der Figuren und der Handlung plausibel wirkt, ohne, dass etwas von der Spannung verloren geht. Die komplette Geschichte ist aus Lous Sichtweise erzählt. Zusätzlich sind die Dialoge sind ohne Anführungszeichen in den Fließtext eingebettet, wodurch man Lous Perspektive noch unmittelbarer erlebt und sich seinen Gefühlen und Sorgen kaum entziehen kann.
Fazit: Kein Wohlfühlbuch, aber wer gerne in die Abgründe von zwischenmenschlichen Beziehungen eintaucht und sich hier einfach so mitreißen lassen möchte wie die Hauptfiguren von den ultramarin-Nordseewellen, der wird das Buch nur schwer aus der Hand legen können. Ein sehr gelungener Debütroman in meinen Augen.