Roman mit großer Sogwirkung und bedrohlicher Atmosphäre
Lou, Raf und dessen Schwester Sophia verbringen jedes Jahr den Sommerurlaub miteinander. Dieses Jahr soll auch Nora, eine Freundin von Sophie mitfahren. Sie sagt jedoch kurzfristig ab, sodass sich die beiden Männer in der ungewohnten Dreierkonstellation mit Nora im Ferienhaus wiederfinden.
Lou und Raf kennen sich schon seit der Schulzeit und es wird schnell deutlich, dass mehr als nur Freundschaft zwischen ihnen ist – oder war. Die Lesenden verfolgen die Geschichte aus Lous Perspektive, dessen Gedanken von Beginn an fast ausschließlich um Raf kreisen. Oder um den abwesenden Jakob, dessen Rolle, ebenso wie die Sophies, zunächst im Dunkeln bleibt. Raf behandelt Lou abweisend und herablassend, während sich Nora zu ihm hingezogen fühlt. Die Beziehung der drei entwickelt eine spannende Eigendynamik, während es immer klarer wird, dass Lou in einem ungesunden Abhängigkeitsverhältnis zu Raf steht.
Gleich zu Beginn des Romans baut die Autorin eine bedrohliche Atmosphäre auf und lässt keinen Zweifel daran, dass es sich bei diesem Roman nicht um eine harmlose Sommerlektüre handelt. Stück für Stück enthüllt sie durch Rückblenden die Geschichte von Lou, Raf und Jakob, die ein dunkles Geheimnis birgt und Lou umso enger an Raf bindet.
„Ultramarin“ entwickelt sich von Seite zu Seite immer mehr zu einem spannenden, psychologischen Roman. Während sich die Handlung in der Gegenwart auf wenige Ereignisse und Tage (diese haben es jedoch in sich!) erstreckt, machen Lous Gedankenspiralen und Selbstzweifel, die die Autorin sehr authentisch darstellt, einen großen Teil des Romans und dessen Spannung aus. Hier und da werden Details eingestreut, die die Lesenden immer wieder auf eine falsche Fährte führen. Daher hat mich der Roman besonders im letzten Drittel immer wieder neu überrascht, was mir sehr gut gefallen hat.
Allerdings werden einige gelegte Fährten nicht weiterverfolgt und manche Andeutungen in den Rückblenden werden nicht wieder aufgegriffen. So bleiben einige Fragen offen. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin hier noch etwas mehr ins Detail geht, denn zum Beispiel Sophia wird als spannende, ambivalente Person angelegt, dann aber nur noch oberflächlich berücksichtigt. Dafür gibt es ein wenig Punktabzug, zum großen Teil fand ich den Roman jedoch sehr gut umgesetzt und unterhaltsam, wenn auch auf eine sehr düstere Art.
Lou und Raf kennen sich schon seit der Schulzeit und es wird schnell deutlich, dass mehr als nur Freundschaft zwischen ihnen ist – oder war. Die Lesenden verfolgen die Geschichte aus Lous Perspektive, dessen Gedanken von Beginn an fast ausschließlich um Raf kreisen. Oder um den abwesenden Jakob, dessen Rolle, ebenso wie die Sophies, zunächst im Dunkeln bleibt. Raf behandelt Lou abweisend und herablassend, während sich Nora zu ihm hingezogen fühlt. Die Beziehung der drei entwickelt eine spannende Eigendynamik, während es immer klarer wird, dass Lou in einem ungesunden Abhängigkeitsverhältnis zu Raf steht.
Gleich zu Beginn des Romans baut die Autorin eine bedrohliche Atmosphäre auf und lässt keinen Zweifel daran, dass es sich bei diesem Roman nicht um eine harmlose Sommerlektüre handelt. Stück für Stück enthüllt sie durch Rückblenden die Geschichte von Lou, Raf und Jakob, die ein dunkles Geheimnis birgt und Lou umso enger an Raf bindet.
„Ultramarin“ entwickelt sich von Seite zu Seite immer mehr zu einem spannenden, psychologischen Roman. Während sich die Handlung in der Gegenwart auf wenige Ereignisse und Tage (diese haben es jedoch in sich!) erstreckt, machen Lous Gedankenspiralen und Selbstzweifel, die die Autorin sehr authentisch darstellt, einen großen Teil des Romans und dessen Spannung aus. Hier und da werden Details eingestreut, die die Lesenden immer wieder auf eine falsche Fährte führen. Daher hat mich der Roman besonders im letzten Drittel immer wieder neu überrascht, was mir sehr gut gefallen hat.
Allerdings werden einige gelegte Fährten nicht weiterverfolgt und manche Andeutungen in den Rückblenden werden nicht wieder aufgegriffen. So bleiben einige Fragen offen. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin hier noch etwas mehr ins Detail geht, denn zum Beispiel Sophia wird als spannende, ambivalente Person angelegt, dann aber nur noch oberflächlich berücksichtigt. Dafür gibt es ein wenig Punktabzug, zum großen Teil fand ich den Roman jedoch sehr gut umgesetzt und unterhaltsam, wenn auch auf eine sehr düstere Art.