Spannend, toxisch, fesselnd.

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kaberke Avatar

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Ein sehr fesselnder Roman über eine toxische Beziehung, die sich in ein Drama mit krassem Höhepunkt steigert. Sprachlich schafft es die Autorin sehr gut, Spannung aufzubauen, sodass man das Buch gerne in einem Rutsch durchlesen würde. Etwas schwierig habe ich persönlich die vielen Zeitsprünge empfunden, die für mich etwas den Lesefluss gestört haben. Auch fand ich die Charaktere teilweise etwas oberflächlich ausgestaltet, sodass ich nicht immer deren Verhaltensweisen folgen konnte. Da hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, gerade weil die Charaktere so viel psychologisch spannende Themen bereitgehalten haben.
Dagegen fand ich die toxische Beziehungsdynamik zwischen den Protagonisten sehr gut ausgearbeitet: Manchmal war es richtig schwer auszuhalten und es gab einen Konflikt zwischen dem Bedürfnis "schnell weiterlesen zu wollen" und "das Buch erstmal für sehr lange auf Seite legen". Und auch die Wendung am Schluss kam für mich sehr gelungen.
Ich würde das Buch jeder*m empfehlen, die sich auf einen spannenden Read freuen, der als Abwechslung mal queere Beziehungen in den Fokus nimmt.