Tiefe und Dunkelheit
Zuerst fallen das wunderschöne, ästhetische Cover und der ausdrucksstarke Titel auf, danach besonders die Atmosphäre des Romanes. Obwohl der Einstieg mit Alltagssituationen gewählt ist, verspürt man als Leser*in keine Wohlfühl-Atmosphäre, im Gegenteil, das Buch hat eine düstere, angespannte Grundstimmung, mit der Angst, dass jederzeit etwas passieren könnte. Der Schreibstil ist einfach gehalten und beschreibt hauptsächlich die Situationen, lässt bewusst das Unausgesprochene zwischen den Zeilen mitwirken, sodass es beklemmend wirkt.
Ultramarin ist als Titel sehr treffend ausgewählt, ein Farbton, der nicht nur Tiefe, sondern auch Dunkelheit bedeutet und genau darum geht es in der Beziehung zwischen Raf und Lou. Raf gibt immer den Ton an, ist dominant und herrschsüchtig, er akzeptiert es nicht, eine weitere starke Persönlichkeit neben sich zu haben. Lou ist ihm gehörig und bettelt um Rafs Aufmerksamkeit, er kann sich selbst und seine Gefühle kaum wahrnehmen und einschätzen, sondern definiert sich ausschließlich über Raf. Diese ungesunde Symbiose schafft es über viele Jahre zu funktionieren, doch in dem einen Sommer, in dem Nora mit ihnen den Urlaub verbringt, gerät sie aus dem Takt.
Die Kapitel wechseln sich ab, mit Situationen aus dem derzeitigen Urlaub und Rückblenden in die Jugendzeit von Raf, Lou und teilweise auch Rafs Schwester Sophie, die in den aktuellen Situationen leider nicht vorkommt. Sie hat schon immer ein feines Gespür für Spannungen und für Situationen und eine gute Intuition bewiesen. Die Situationen, die einst harmlos wirkten, entwickeln im Nachhinein perfekte Machtspiele und lassen Aggressionen in verschiedenen Formen und Ausprägungen erkennen. Ist man als Leser*in erst mal in diesem Sog gefangen, kann man das Buch kaum weglegen und muss erfahren, wie der Sommerurlaub sein Ende findet. Obwohl ich zugeben muss, dass mich der Schluss nicht komplett überzeugen konnte. Er war mir zu schnell, im Vergleich zu den unendlich langen Tagen, in denen wenig passierte, zu offen, zu verstörend, aber es beschäftigt weiterhin.
Ultramarin ist als Titel sehr treffend ausgewählt, ein Farbton, der nicht nur Tiefe, sondern auch Dunkelheit bedeutet und genau darum geht es in der Beziehung zwischen Raf und Lou. Raf gibt immer den Ton an, ist dominant und herrschsüchtig, er akzeptiert es nicht, eine weitere starke Persönlichkeit neben sich zu haben. Lou ist ihm gehörig und bettelt um Rafs Aufmerksamkeit, er kann sich selbst und seine Gefühle kaum wahrnehmen und einschätzen, sondern definiert sich ausschließlich über Raf. Diese ungesunde Symbiose schafft es über viele Jahre zu funktionieren, doch in dem einen Sommer, in dem Nora mit ihnen den Urlaub verbringt, gerät sie aus dem Takt.
Die Kapitel wechseln sich ab, mit Situationen aus dem derzeitigen Urlaub und Rückblenden in die Jugendzeit von Raf, Lou und teilweise auch Rafs Schwester Sophie, die in den aktuellen Situationen leider nicht vorkommt. Sie hat schon immer ein feines Gespür für Spannungen und für Situationen und eine gute Intuition bewiesen. Die Situationen, die einst harmlos wirkten, entwickeln im Nachhinein perfekte Machtspiele und lassen Aggressionen in verschiedenen Formen und Ausprägungen erkennen. Ist man als Leser*in erst mal in diesem Sog gefangen, kann man das Buch kaum weglegen und muss erfahren, wie der Sommerurlaub sein Ende findet. Obwohl ich zugeben muss, dass mich der Schluss nicht komplett überzeugen konnte. Er war mir zu schnell, im Vergleich zu den unendlich langen Tagen, in denen wenig passierte, zu offen, zu verstörend, aber es beschäftigt weiterhin.