Über Machtverhältnisse und Liebe

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pusteblümchen Avatar

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Lou, Raf und Nora haben eine gemeinsamen Urlaub in Dänemark geplant. Ursprünglich wollte sie sie viert fahren, aber Sophie ist kurzfristig abgesprungen. Lou und Raf verbindet eine lange aber komplizierte Beziehung und Nora hat Gefühle für Lou. Die Atmosphäre ist angespannt und dann verschwindet Nora.

Die Geschichte lebt von ihrer Atmosphäre, der zwischen den Protagonisten und der, der Landschaft und der Umgebung.
Die Beziehung zwischen Lou und Raf ist schwierig, regelrecht toxisch. Lou unterwirft sich Raf und Raf hält Lou auf Distanz. Dieses Ungleichgewicht war schon beim Lesen nur schwer zu ertragen.
Wie Noras Verschwinden in diese Szenerie passt war mir zunächst vollkommen unklar.
Klar war für mich, dass ich weiterlesen musste. Die entstandene Dynamik ist spannungsgeladen.
Durch Rückblenden in die Vergangenheit lässt sich die Entwicklung zwischen Lou und Raf gut nachvollziehen und der Roman erhält unerwartet viel Tiefgang.

Während die sommerliche Atmosphäre des Settings ein leichtes Urlaubsgefühl vermittelt, hinterlässt die Beziehung zwischen Lou und Raf ein beklemmendes Gefühl. Diese Gegensätzlichkeit macht den Roman zu etwas Besonderem, das man so schnell nicht vergisst.