ultramarin fast schwarz
Es ist etwas passiert: Mit mir und mit diesem Buch.
Und mit einem anderen Buch.
Man könnte es eine verhängnisvolle Dreiecksbeziehung nennen.
Was ein bisschen wild ist: Weil es in beiden Büchern um verhängnisvolle Dreiecksbeziehungen geht und ich jetzt quasi mittendrin stecke.
Schon beim Lesen des Klappentexts von "Ultramarin" habe ich gedacht: Den kennst du doch!
Gemeint ist der Protagonist "Raf" - oder Rafael. Raf, der in diesem Roman mit seinem besten Freund Lou ans Meer fährt. Auf der Rücksitzbank sitzt dieses Mal jedoch nicht Rafs Schwester, sondern deren Freundin Nora, und die bringt das sowieso schon instabile Gefüge zwischen den beiden Freunden gefährlich ins Wanken.
Ich habe schon einmal einen Protagonisten gelesen, der diesem Raf zum Verwechseln ähnlich ist. Er treibt in dem Roman "Dunkelgrün fast schwarz" von Mareike Fallwickl sein Unwesen. Auch in diesem Buch geht es um eine komplizierte Männerfreundschaft. Ich habe die Geschichte damals verschlungen. Es gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Vielleicht hat die Assoziation deshalb so heftig bei mir gehitted.
Um ehrlich zu sein: Teilweise hat es sich beim Lesen so angefühlt, als wäre der Raf aus dem einen Buch in das andere Buch kopiert worden - als so ähnlich habe ich die beiden empfunden. Und gleichzeitig bin ich mir nicht sicher, ob ich diese Parallele so krass gesehen hätte, wenn die Autorin von "Ultramarin" einen anderen Vornamen gewählt hätte. Wahrscheinlich nicht.
Denn von den oben genannten Parallelen mal abgesehen (und davon, dass sie beide dunkel, beklemmend und abgründig sind) sind es zwei völlig unterschiedliche Bücher. "Ultramarin" hat einen sehr nüchternen, prägnanten, fast schon scharfen Schreibstil. Die Umgangssprache und die fehlende wörtliche Rede unterstreichen das.
Das Buch hält, was sein Titel verspricht. Es zieht dich hinab, in das dunkle Blau, und weiter hinunter bis ins tiefste Schwarz einer toxischen Freundschaft (Plus). Das Ende ist richtig dick aufgetragen. Das was es braucht, um die Erwartungen zu erfüllen, nachdem man 240 Seiten lang beim Lesen die Luft angehalten hat. Ein bisschen too much ist manchmal genau richtig.
Irgendwie fühle ich mich doch dazu verpflichtet, wenigstens einen Stern abzuziehen. Maybe weil die Originalität am Ende doch darunter leidet, dass ich sowas in der Art schon einmal gelesen habe. Davon kann ich mich nicht ganz frei machen.
Nichtsdestotrotz handelt es sich um einen ganz eigenen Roman, der es mehr als wert ist, gelesen zu werden.
Und mit einem anderen Buch.
Man könnte es eine verhängnisvolle Dreiecksbeziehung nennen.
Was ein bisschen wild ist: Weil es in beiden Büchern um verhängnisvolle Dreiecksbeziehungen geht und ich jetzt quasi mittendrin stecke.
Schon beim Lesen des Klappentexts von "Ultramarin" habe ich gedacht: Den kennst du doch!
Gemeint ist der Protagonist "Raf" - oder Rafael. Raf, der in diesem Roman mit seinem besten Freund Lou ans Meer fährt. Auf der Rücksitzbank sitzt dieses Mal jedoch nicht Rafs Schwester, sondern deren Freundin Nora, und die bringt das sowieso schon instabile Gefüge zwischen den beiden Freunden gefährlich ins Wanken.
Ich habe schon einmal einen Protagonisten gelesen, der diesem Raf zum Verwechseln ähnlich ist. Er treibt in dem Roman "Dunkelgrün fast schwarz" von Mareike Fallwickl sein Unwesen. Auch in diesem Buch geht es um eine komplizierte Männerfreundschaft. Ich habe die Geschichte damals verschlungen. Es gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Vielleicht hat die Assoziation deshalb so heftig bei mir gehitted.
Um ehrlich zu sein: Teilweise hat es sich beim Lesen so angefühlt, als wäre der Raf aus dem einen Buch in das andere Buch kopiert worden - als so ähnlich habe ich die beiden empfunden. Und gleichzeitig bin ich mir nicht sicher, ob ich diese Parallele so krass gesehen hätte, wenn die Autorin von "Ultramarin" einen anderen Vornamen gewählt hätte. Wahrscheinlich nicht.
Denn von den oben genannten Parallelen mal abgesehen (und davon, dass sie beide dunkel, beklemmend und abgründig sind) sind es zwei völlig unterschiedliche Bücher. "Ultramarin" hat einen sehr nüchternen, prägnanten, fast schon scharfen Schreibstil. Die Umgangssprache und die fehlende wörtliche Rede unterstreichen das.
Das Buch hält, was sein Titel verspricht. Es zieht dich hinab, in das dunkle Blau, und weiter hinunter bis ins tiefste Schwarz einer toxischen Freundschaft (Plus). Das Ende ist richtig dick aufgetragen. Das was es braucht, um die Erwartungen zu erfüllen, nachdem man 240 Seiten lang beim Lesen die Luft angehalten hat. Ein bisschen too much ist manchmal genau richtig.
Irgendwie fühle ich mich doch dazu verpflichtet, wenigstens einen Stern abzuziehen. Maybe weil die Originalität am Ende doch darunter leidet, dass ich sowas in der Art schon einmal gelesen habe. Davon kann ich mich nicht ganz frei machen.
Nichtsdestotrotz handelt es sich um einen ganz eigenen Roman, der es mehr als wert ist, gelesen zu werden.