Verstörende Sommerfrischen
Das Cover deutet es ja schon an, dass es hier nicht um einen ruhigen Sommerurlaub am Meer geht. Nein, das Meer ist stürmisch, die See rau.
Das Buch spielt in der Gegenwart und bildet eine Woche ab, die die Freunde Lou, Raf und Nora zusammen in Dänemark verbringen. In einem alten Haus am Meer.
Beginnend an einem Samstag begleiten wir sie durch die einzelnen Tage bis zum nächsten Samstag eine Woche später.
Die Tage ähneln sich. Sie gehen schwimmen, Lou kocht für alle drei und bedient Raf. So ganz sind die Beziehungsgeflechte anfangs nicht klar, doch Tag um Tag sehen wir Lesende klarer, welch toxisches Geflecht wir hier haben. Die vermeintlich unbeschwerten Sommertage haben einen latent aggressiven Unterton und etwas vom Tanz auf dem Vulkan.
Zwischen den Tagen hüpft die Handlung immer wieder zurück in das Jahr 2012, auch hier gibt es eine ungute Dreierkonstellation.
In der Gegenwart verschwindet dann Nora und auch in der Vergangenheit gibt es ein Rätsel.
Ich fand das Buch nicht schön im klassischen Sinn, ich mochte keinen der Charaktere und dennoch fand ich das Buch sehr gut. Es hat mich gefordert, gerade weil der Schreibstil eher sachlich nüchtern war - und trotzdem (oder gerade deshalb?) die Abgründe so nahbar transportierte.
Ich mochte auch, wie die Autorin mit Geschlechter- und einhergehenden Rollenzuweisungen spielte. Ich habe mich ertappt, dass ich „typisches Frauenverhalten, dabei ist er doch ein Mann“ dachte.
Viele Charaktere sind queer, ohne dass es weiter thematisiert wird, das fand ich hier richtig gut geschrieben.
Mein Fazit: Spannend, voller Abgründe, sehr lesenswert.
Das Buch spielt in der Gegenwart und bildet eine Woche ab, die die Freunde Lou, Raf und Nora zusammen in Dänemark verbringen. In einem alten Haus am Meer.
Beginnend an einem Samstag begleiten wir sie durch die einzelnen Tage bis zum nächsten Samstag eine Woche später.
Die Tage ähneln sich. Sie gehen schwimmen, Lou kocht für alle drei und bedient Raf. So ganz sind die Beziehungsgeflechte anfangs nicht klar, doch Tag um Tag sehen wir Lesende klarer, welch toxisches Geflecht wir hier haben. Die vermeintlich unbeschwerten Sommertage haben einen latent aggressiven Unterton und etwas vom Tanz auf dem Vulkan.
Zwischen den Tagen hüpft die Handlung immer wieder zurück in das Jahr 2012, auch hier gibt es eine ungute Dreierkonstellation.
In der Gegenwart verschwindet dann Nora und auch in der Vergangenheit gibt es ein Rätsel.
Ich fand das Buch nicht schön im klassischen Sinn, ich mochte keinen der Charaktere und dennoch fand ich das Buch sehr gut. Es hat mich gefordert, gerade weil der Schreibstil eher sachlich nüchtern war - und trotzdem (oder gerade deshalb?) die Abgründe so nahbar transportierte.
Ich mochte auch, wie die Autorin mit Geschlechter- und einhergehenden Rollenzuweisungen spielte. Ich habe mich ertappt, dass ich „typisches Frauenverhalten, dabei ist er doch ein Mann“ dachte.
Viele Charaktere sind queer, ohne dass es weiter thematisiert wird, das fand ich hier richtig gut geschrieben.
Mein Fazit: Spannend, voller Abgründe, sehr lesenswert.