Ein einfühlsames Debüt über Neuanfänge und Heilung

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raeuberma2026 Avatar

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Mit dem Roman „Und alles zerbricht“ legt Maxine Reuker ein sehr gelungenes Debüt vor, das durch den persönlichen, autobiografischen Hintergrund spürbar echt wirkt. Die Autorin greift schwere Themen mit viel Feingefühl auf und erzählt eine Geschichte, die wirklich nahegeht.

Im Mittelpunkt steht die sensible Lebensphase einer Jugendlichen, deren Leben durch äußere Umstände aus den Fugen gerät. Durch den plötzlichen Umzug der Familie nach Zürich verliert Mila ihr gewohntes Umfeld und vor allem die Trennung von ihrer besten Freundin wiegt schwer. Die neue Situation setzt aber nicht nur der Protagonistin extrem zu, sondern belastet auch ihren Vater spürbar. Es wird sehr nachvollziehbar geschildert, wie aus Überforderung, Einsamkeit und dem Verlust von Kontrolle eine gefährliche Spirale entstehen kann. Die spätere Zeit in der Klinik und die Begegnung mit Nicolas bringen schließlich das Thema der ersten Liebe ein, was der emotionalen Handlung wieder etwas Licht und Hoffnung verleiht.

Das Hörbuch umfasst eine Laufzeit von zehn Stunden und 23 Minuten, die wie im Fluge vergehen. Die Vertonung hat mir richtig gut gefallen. Hannah Schepmann liest die Passagen aus Milas Sicht sehr nahbar und transportiert ihre Gefühle glaubwürdig. Louis Friedemann Thiele ergänzt das Geschehen mit seiner angenehmen Stimme sehr einfühlsam und passend. Die beiden Sprecher passen hervorragend zu den Figuren und verleihen der Geschichte die nötige Tiefe.

Insgesamt ist die Geschichte ein bewegender Reihenauftakt der Paper-Hearts-Reihe über schwierige Themen, den ich sehr gerne weiterempfehle, sofern die Triggerwarnung beachtet wird. Ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung.

Vielen Dank auch an NetGalley und den Hörbuch Hamburg Verlag für die Bereitstellung des Hörbuchs. Dies beeinflusst jedoch nicht meine persönliche Meinung.