Wichtige Botschaft, holprige Romance
Das Jugendbuch erzählt eine Geschichte über Essstörungen, Klinikalltag und erste Gefühle. Ein sensibles Thema, das hier größtenteils aus der Perspektive der jungen Protagonistin Mila geschildert wird. Insgesamt hat mich das Hörbuch mit gemischten Gefühlen zurückgelassen, weshalb ich am Ende bei soliden 3 Sternen lande.
Besonders gut gefallen hat mir der Einblick in den Alltag der Klinik. Die Abläufe, Gespräche und inneren Gedanken der Figuren wirken oft nachvollziehbar und geben einen Eindruck davon, wie komplex der Umgang mit Essstörungen sein kann. Vor allem Niklas hat auf mich einen überraschend erwachsenen und authentischen Eindruck gemacht. Seine Gedanken wirkten reflektiert und glaubwürdig, wodurch er für mich eine der stärkeren Figuren der Geschichte war. Mila dagegen kam mir stellenweise deutlich jünger und naiver vor, was natürlich zu ihrem Alter passt, aber im Kontrast zu Niklas teilweise etwas unausgewogen wirkte.
Positiv hervorheben möchte ich auch die Erwähnung von Pro-Ana- und Pro-Mia-Foren. Gerade für junge Hörerinnen und Hörer können solche Hinweise wertvoll sein, weil sie zeigen, wie schnell man in gefährliche Gedankenspiralen geraten kann.
Etwas schwierig fand ich allerdings das Erzähltempo in der ersten Hälfte. Die Einweisung in die Klinik und der Weg dorthin nehmen gefühlt etwa 60 % der Geschichte ein. Ab dem Zeitpunkt, an dem Mila schließlich dort ist, wirkte vieles für mich etwas konstruiert oder weniger glaubwürdig.
Achtung, kleiner Spoiler: Besonders die Entwicklung zwischen Mila und Niklas hat mich nicht ganz überzeugt. Die beiden haben gerade einmal einen einzigen Satz miteinander gesprochen und kurz darauf lädt er sie schon zu einem romantischen Picknick ein. Mir fehlte hier einfach die Grundlage. Ein paar mehr gemeinsame Szenen oder Gespräche im Vorfeld hätten der Beziehung deutlich mehr Tiefe gegeben. So wirkte die große Liebe auf mich eher skizziert als wirklich greifbar, weshalb ich sie emotional nicht ganz ernst nehmen konnte.
Vielleicht bin ich für diese Art von Geschichte inzwischen einfach etwas zu alt oder die romantische Entwicklung hätte etwas sorgfältiger aufgebaut werden können. Trotzdem fand ich die Grundidee spannend und die Thematik wichtig.
Das Hörbuch endet zudem mit einem Cliffhanger, der neugierig auf die Fortsetzung macht. Trotz meiner Kritikpunkte bin ich durchaus gespannt, wie es weitergeht. Für den nächsten Band würde ich mir wünschen, dass die Figuren ein wenig älter oder zumindest emotional reifer wirken und die Beziehungen zwischen ihnen mehr Raum zur Entwicklung bekommen.
Besonders gut gefallen hat mir der Einblick in den Alltag der Klinik. Die Abläufe, Gespräche und inneren Gedanken der Figuren wirken oft nachvollziehbar und geben einen Eindruck davon, wie komplex der Umgang mit Essstörungen sein kann. Vor allem Niklas hat auf mich einen überraschend erwachsenen und authentischen Eindruck gemacht. Seine Gedanken wirkten reflektiert und glaubwürdig, wodurch er für mich eine der stärkeren Figuren der Geschichte war. Mila dagegen kam mir stellenweise deutlich jünger und naiver vor, was natürlich zu ihrem Alter passt, aber im Kontrast zu Niklas teilweise etwas unausgewogen wirkte.
Positiv hervorheben möchte ich auch die Erwähnung von Pro-Ana- und Pro-Mia-Foren. Gerade für junge Hörerinnen und Hörer können solche Hinweise wertvoll sein, weil sie zeigen, wie schnell man in gefährliche Gedankenspiralen geraten kann.
Etwas schwierig fand ich allerdings das Erzähltempo in der ersten Hälfte. Die Einweisung in die Klinik und der Weg dorthin nehmen gefühlt etwa 60 % der Geschichte ein. Ab dem Zeitpunkt, an dem Mila schließlich dort ist, wirkte vieles für mich etwas konstruiert oder weniger glaubwürdig.
Achtung, kleiner Spoiler: Besonders die Entwicklung zwischen Mila und Niklas hat mich nicht ganz überzeugt. Die beiden haben gerade einmal einen einzigen Satz miteinander gesprochen und kurz darauf lädt er sie schon zu einem romantischen Picknick ein. Mir fehlte hier einfach die Grundlage. Ein paar mehr gemeinsame Szenen oder Gespräche im Vorfeld hätten der Beziehung deutlich mehr Tiefe gegeben. So wirkte die große Liebe auf mich eher skizziert als wirklich greifbar, weshalb ich sie emotional nicht ganz ernst nehmen konnte.
Vielleicht bin ich für diese Art von Geschichte inzwischen einfach etwas zu alt oder die romantische Entwicklung hätte etwas sorgfältiger aufgebaut werden können. Trotzdem fand ich die Grundidee spannend und die Thematik wichtig.
Das Hörbuch endet zudem mit einem Cliffhanger, der neugierig auf die Fortsetzung macht. Trotz meiner Kritikpunkte bin ich durchaus gespannt, wie es weitergeht. Für den nächsten Band würde ich mir wünschen, dass die Figuren ein wenig älter oder zumindest emotional reifer wirken und die Beziehungen zwischen ihnen mehr Raum zur Entwicklung bekommen.