Zerbrechlichkeit, Heilung und erste Liebe

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nikko_yarop Avatar

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Mit „Und alles zerbricht“ erzählt Maxine Reuker eine sehr emotionale und berührende Geschichte über Essstörungen, Freundschaft, Familie und Selbstfindung.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht, flüssig und sehr zugänglich, wodurch man schnell in die Geschichte hineinfindet. Zu Beginn wird die Handlung ausschließlich aus Milas Perspektive erzählt, später kommt auch Nicolas’ Sicht dazu, was der Geschichte zusätzliche Tiefe verleiht und die Dynamik zwischen den Figuren besser verständlich macht.

Die Protagonistin Mila lernt man in dem Buch sehr gut kennen, ihr Leben vor und nach dem Umzug. Auch wie es zu ihrer Essstörung gekommen ist. Ihre Geschichte ist sehr verständlich und lässt einen mitfühlen. Hingegen kommt Nicolas erst sehr spät zu der Geschichte dazu, was leider etwas schade war.

Besonders eindrucksvoll ist die ehrliche und intensive Darstellung von Milas Essstörung. Ihre Gedanken, Gefühle und inneren Konflikte werden sehr detailliert beschrieben, sodass man ihre Situation gut nachvollziehen kann. Gerade diese authentische Darstellung macht das Buch so bewegend und geht einem sehr nahe. Wichtig ist jedoch, die Triggerwarnung ernst zu nehmen, da das Thema sehr ausführlich behandelt wird und es als betroffene Person es einem triggern könnte.

Neben der schweren Thematik spielen auch Freundschaft, Familie und erste Liebe eine wichtige Rolle. Die Freundschaft zwischen Mila und Juno wirkt sehr authentisch und zeigt sowohl unterstützende als auch herausfordernde Seiten einer engen Verbindung. Auch die Liebesgeschichte mit Nicolas bringt emotionale Momente in die Handlung, auch wenn sich diese teilweise etwas schnell entwickelt.

Insgesamt ist es ein sehr berührender Auftakt der Reihe, der ein wichtiges Thema sensibel und eindrucksvoll behandelt und lange im Kopf bleibt.