Emotional von Anfang an

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steffis_buecherwelt Avatar

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Jeder kennt dieses Gefühl, diese Leere, diesen Schmerz, die Hilfslosigkeit und alles, was die Trauer mit sich bringt. Jeder kennt es, jeder durchlebt es und trotzdem versucht man, die Trauer wegzuschieben, sie zu verstecken. Nur hinter geschlossenen Türen darf sie kurz an die Oberfläche kommen, aber nur kurz, denn schließlich "geht das Leben ja weiter" und "man kann es nunmal nicht ändern".
Wie oft antwortet man auf die Frage "Wie gehts dir?" Mit einem "Gut". Ohne zu überlegen, ohne in sich hinein zu hören, ohne mit der Wimper zu zucken. Ein Automatismus.
Kaum jemand würde sagen: "schlecht".
Und genau hier setzt Sebastian Becker an, denn er fasst das in Worte, was viele nicht mehr in Wofte fassen können. Das, was viele verbergen und verdrängen. Schon Titel und Klappentext sind emotional und genauso beginnt auch Sebastians Werk. Seine Geschichte. Seine Trauer.
Ich bin mir sicher, dass ich viele Tränen vergießen werden, weil der Autor mich mit seinen Worten berühren wird. Aber auch, weil er es schaffen wird, dass ich meine ganz persönliche Trauer, die ich in den hintersten Winkel geschoben habe, spüren werde. Ich werde mich erinnern und es wird weh tun. Aber ich bin bereit.
Bereit, Sebastian Beckers Geschichte zu lesen, bereit, seine Trauer zu erfahren und bereit, mich meiner eigenen zu stellen.