„Manchmal wächst Hoffnung genau dort, wo das Vermissen bleibt“
Schon der Titel „Und es wird trotzdem wieder Sommer werden“ berührt mich, weil in ihm gleichzeitig Trauer und eine leise, tröstliche Hoffnung liegen. Sebastian Beckers sehr persönliche Auseinandersetzung mit dem Tod seines Vaters wirkt ehrlich und nahbar, ohne dass Trauer nur als Dunkelheit erzählt wird. Besonders gefallen mir die kleinen Erinnerungen – Sonnenblumen, bunte Socken oder grüne Bananen –, durch die ein geliebter Mensch plötzlich wieder lebendig und greifbar erscheint. Der Schreibstil wirkt klar, warm und gefühlvoll, stellenweise fast poetisch. Ich erwarte kein trauriges Buch im klassischen Sinne, sondern eines über Verlust, Liebe, Erinnerungen und das langsame Weiterleben. Gerade die Botschaft, dass nach einem tiefen Einschnitt irgendwann wieder Licht und Lebensfreude möglich sind, spricht mich sehr an. Dieses Buch möchte ich unbedingt weiterlesen.