Trauer und Sommer?
Becker beschreibt die Trauer als ungebetenen Gast, der zwei schwere Koffer im Flur abstellt, nasse Handtücher liegen lässt und den Kühlschrank leerräumt. Das ist konkret statt larmoyant. Auch die Knalltrauma-Metapher, die den plötzlichen Tod des Vaters mit dem Pfeifton nach einer Filmexplosion vergleicht, funktioniert für mich sehr gut. Sehr persönlich und direkt geschrieben, ohne in Kitsch abzudriften. Ich bin neugierig, wie er vom Trauern zum Sommer findet.