Ein aufmunterndes, ehrliches Lächeln an einem beschissenen Tag
Manchmal tendieren wir dazu, Dinge im Nachhinein zu sehr zu romantisieren. Sebastian Becker tut dies nicht. Er beschreibt die Beziehung zu seinem Vater ehrlich so wie sie war und nicht wie er sie gerne gehabt hätte. Die Zeit war zu kurz, die Trauer, um das was hätte sein können, ist in dem Buch allgegenwärtig und doch ist sie der kleinste Teil.
Der erste Satz traf mich direkt ins Herz, ab Kapitel eins hab ich geweint.
„Und es wird trotzdem wieder Sommer werden“ ist eine Masterclass darin, aus Gefühlen Bilder zu schaffen.
Für Sebastian Becker ist die Trauer zunächst eine Unbekannte, die einfach bei ihm einzog, ihre Sachen überall verteilte und ihre Koffer mitten in den Weg stellte.
Aber über die Zeit wird die Trauer für ihn zu einer Bekannten, einer Mitbewohnerin. Ein Gefühl, das ihm zunehmend weniger fremd ist, wenngleich nicht weniger überfordernd wird.
Das Schönste an diesem Buch ist nicht nur die wundervolle Sprache, mit der der Autor das ausdrückt, was man eigentlich nicht ausdrücken kann. Das Schönste an diesem Buch ist, dass es sich liest wie ein Liebesbrief an das Leben und an die gemeinsamen Erinnerungen von Sebastian und seinem Papa.
In einem Kapitel spricht er darüber, dass er seinen Vater nach dessen Tod nicht auf dem Friedhof wiederfand, sondern im Wald, in einer Libelle, in einem schlecht erzogenen Hund und einer verdorrten Sonnenblume. Jetzt findet nicht nur Sebastian seinen Vater im Wald, sondern alle Leser*innen des Buches finden den Geist von Sebastians Vater in diesem Buch. Er geistert durch alle Seiten. Wir alle trauern um ihn. Und wir alle erinnern ihn. Man sagt, Menschen sterben immer zwei Mal: Einmal, wenn ihr Tod eintritt und ein zweites Mal, wenn wir nicht mehr über sie reden, wenn wir die Erinnerung an sie verlieren. Sebastian Becker hat seinen Papa mit „Und es wird trotzdem wieder Sommer werden“ vor dem zweiten Tod bewahrt. Die Erinnerung an ihn wird bleiben und ich bin sehr dankbar dafür, dass ich durch das Lesen einen Teil dieser Erinnerungen mit Erleben durfte.
Ich durfte lange bevor das Buch erschienen ist auf einer Lesung schon einige Ausschnitte daraus hören - damals noch in einer etwas anderen Fassung. Nach der Lesung habe ich keine Sekunde daran gezweifelt, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte, auch, wenn ich Bücher über Verluste nicht wirklich gerne lese. Sie machen mir Angst und normalerweise finde ich sie unbehaglich. Auch dieses Buch hat mir Angst davor gemacht, meine Liebsten zu verlieren, aber es war keineswegs unbehaglich. Es war schön, es war poetisch, es war ein aufmunterndes, ehrliches Lächeln an einem beschissenen Tag. Auf jeder Seite versicherte es einem, dass das Leben wieder schön wird und dass es trotzdem wieder Sommer werden wird.
Der erste Satz traf mich direkt ins Herz, ab Kapitel eins hab ich geweint.
„Und es wird trotzdem wieder Sommer werden“ ist eine Masterclass darin, aus Gefühlen Bilder zu schaffen.
Für Sebastian Becker ist die Trauer zunächst eine Unbekannte, die einfach bei ihm einzog, ihre Sachen überall verteilte und ihre Koffer mitten in den Weg stellte.
Aber über die Zeit wird die Trauer für ihn zu einer Bekannten, einer Mitbewohnerin. Ein Gefühl, das ihm zunehmend weniger fremd ist, wenngleich nicht weniger überfordernd wird.
Das Schönste an diesem Buch ist nicht nur die wundervolle Sprache, mit der der Autor das ausdrückt, was man eigentlich nicht ausdrücken kann. Das Schönste an diesem Buch ist, dass es sich liest wie ein Liebesbrief an das Leben und an die gemeinsamen Erinnerungen von Sebastian und seinem Papa.
In einem Kapitel spricht er darüber, dass er seinen Vater nach dessen Tod nicht auf dem Friedhof wiederfand, sondern im Wald, in einer Libelle, in einem schlecht erzogenen Hund und einer verdorrten Sonnenblume. Jetzt findet nicht nur Sebastian seinen Vater im Wald, sondern alle Leser*innen des Buches finden den Geist von Sebastians Vater in diesem Buch. Er geistert durch alle Seiten. Wir alle trauern um ihn. Und wir alle erinnern ihn. Man sagt, Menschen sterben immer zwei Mal: Einmal, wenn ihr Tod eintritt und ein zweites Mal, wenn wir nicht mehr über sie reden, wenn wir die Erinnerung an sie verlieren. Sebastian Becker hat seinen Papa mit „Und es wird trotzdem wieder Sommer werden“ vor dem zweiten Tod bewahrt. Die Erinnerung an ihn wird bleiben und ich bin sehr dankbar dafür, dass ich durch das Lesen einen Teil dieser Erinnerungen mit Erleben durfte.
Ich durfte lange bevor das Buch erschienen ist auf einer Lesung schon einige Ausschnitte daraus hören - damals noch in einer etwas anderen Fassung. Nach der Lesung habe ich keine Sekunde daran gezweifelt, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte, auch, wenn ich Bücher über Verluste nicht wirklich gerne lese. Sie machen mir Angst und normalerweise finde ich sie unbehaglich. Auch dieses Buch hat mir Angst davor gemacht, meine Liebsten zu verlieren, aber es war keineswegs unbehaglich. Es war schön, es war poetisch, es war ein aufmunterndes, ehrliches Lächeln an einem beschissenen Tag. Auf jeder Seite versicherte es einem, dass das Leben wieder schön wird und dass es trotzdem wieder Sommer werden wird.