Eine Umarmung an die Liebe!

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söphken Avatar

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Dieses Buch hat mich wirklich berührt. Es ist so persönlich und ehrlich, dass man beim Lesen das Gefühl bekommt, man darf den Autor ein Stück auf seinem Weg durch den Verlust begleiten.

Besonders hängen geblieben ist bei mir das Bild mit den großen Reisekoffern. Am Anfang stehen sie einfach überall herum, nehmen unglaublich viel Platz ein und man weiß gar nicht, wie man sich darin überhaupt bewegen soll. Und genauso fühlt sich Trauer manchmal an: Sie ist plötzlich da und nimmt erstmal alles ein.

Im Laufe des Buches verändert sich dieses Bild. Die Koffer werden nicht einfach verschwinden, aber man lernt, sie beiseitezustellen. Man lernt, mit ihnen zu leben und trotzdem wieder eine gemütliche Wohnung zu haben, durch die man gehen kann. Diese Metapher hat mich ehrlich gesagt ziemlich umgehauen, weil sie sich für mich so wahr angefühlt hat. Und sie zieht sich auf wunderschöne Weise durch das ganze Buch.

Was man dabei ganz stark spürt, ist die Liebe. Die Liebe zu seinem Vater, zu den gemeinsamen Erinnerungen und zu den kleinen Momenten, die plötzlich so viel bedeuten.

Und genau das hat mir dieses Buch auch für mein eigenes Leben mitgegeben: Was zählt eigentlich wirklich? Nicht immer dieses höher, weiter, schneller, in dem man im Alltag so leicht gefangen ist. Sondern die Menschen, die man liebt. Eine Umarmung. Ein gemeinsamer Moment. Zeit miteinander. Dinge, die man im Alltag vielleicht viel zu oft als selbstverständlich nimmt.