Reale Trauer

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libricino Avatar

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Der Autor verarbeitet seine persönliche Trauer um den viel zu früh und plötzlich verstorbenen Vater auf eine faszinierende Weise. Er findet Bilder für seine Gefühle, die sich sowohl sprachlich aufbauen, als auch beschriebene Fotografien wiedergeben. Der schmerzliche Verlust sorgt für lähmende Erschöpfung, die in mit zunehmendem Abstand kürzer werdenden Episoden auftritt , aber noch lange sehr intensiv sind. Genau das ist okay, ist für mich eine zentrale Botschaft des autobiografischen Werks. Das Thema der Trauerbewältigung ist so aufbereitet, dass ich den Autor auf der einen Seite gern den Arm genommen hätte, auf der anderen Seite für seine humorvollen Kindheitserinnerung feiere. Alles ist in kleinen Häppchen so aufbereitet, dass ich das Gefühl habe, mitgefahren zu sein, wenn der Vater zur Abholung am Bahnhof steht und diese gemeinsame Autofahrt die zweiwöchentlichen Besuche einleitet. Dann ist da noch die Sonnenblume, die in Form eines Trauergeschenks 40 fach auftaucht und in kleinen Zeichnungen das gesamte Buch begleitet, genau die richtige strahlende Blume für die wiederkehrende Jahreszeit aus dem Titel.