Trauer, Sonnenblumen und dass es wieder Sommer wird

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cara_lea Avatar

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Das unscheinbare Buchcover hatte beinahe dazu geführt, dass ich das Buch ignoriert hätte, aber der Titel hat mich innehalten lassen. Etwas daran hat mich sofort angesprochen und ich bin sehr froh, dass ich das Buch doch für mich entdeckt habe.

Eigentlich wollte ich mir Zeit mit dem Lesen lassen. Schließlich ist es keine einfache Thematik und ich habe auch mit ein wenig Respekt die erste Seite aufgeschlagen. Am Ende habe ich das Buch aber innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Es handelt sich um einen Erfahrungsbericht, der nicht chronologisch erzählt wird, sondern in kurzen Kapiteln. Das hat es leicht gemacht, von der ersten Seite an gefesselt zu sein und immer weiterlesen zu wollen.

Das Buch fühlt sich an wie eine sanfte Umarmung. Auch wenn der Autor nichts beschönigt, fühlt man sich durch die Schilderungen seiner Erfahrung direkt weniger allein. Trauer ist verdammt schwer, hat unterschiedliche Gesichter und begleitet einen früher oder später durchs Leben. Das Hoffnungsvolle daran ist die Botschaft, die das Buch vermittelt. Und es wird trotzdem wieder Sommer werden.

Der Sprachstil hat mir sehr gut gefallen. Er ist nahbar, ohne aufdringlich zu wirken. Man bekommt einen Einblick in die Gedanken, Fragen und verschiedenen Emotionen, wie unvorbereitet Trauer einen trifft und dass niemand wirklich weiß, wie man damit umzugehen hat. Trauern muss man lernen, ohne sie am Ende je wirklich zu verstehen. Das alles wird sehr nachvollziehbar und ehrlich beschrieben. Besonders die kleinen Beobachtungen des Alltags sind wundervoll festgehalten.

Insgesamt ein Buch, das berührt, ohne zu erdrücken. Die einem das Gefühl vermittelt, dass man nicht allein ist mit der Trauer. Mit der Leere. Keine leichte Lektüre, aber eine, die hilft und die auf wunderbare Art geschrieben ist.