Ungebetener Gast
Niemand hat sie eingeladen und niemand ihnen gesagt, dass sie bleiben können. Niemand hat ihnen die Tür geöffnet und doch sind sie da. Der Tod und mit ihm die Trauer. Die Trauer verhält sich wie ein Teenager in der Pubertät, kommt und geht, wie sie will und hinterlässt ein emotionales Chaos. Mal ist sie vollkommen klar und bei sich und dann wieder komplett irrational eskalierend. Genau das ist es, was Sebastian Becker hier so gut einfängt und aus einer persönlichen, subjektiven Sicht beleuchtet, ohne den Anspruch an Allgemeingültigkeit zu erheben oder gar ein Trauerbegleitungsbuch geschrieben zu haben. Doch da liegt der Zauber, wenn sich Betroffene öffnen, ihre Begegnung mit dem Tod und der Trauer darlegen und somit Dialoge eröffnen.
Sebastian ist Ende 20, als er den Anruf bekommt, den niemand haben möchte. Sein Vater hatte einen Unfall und schnell wird klar, dass er nicht überleben wird. Was danach folgt ist seine persönliche Reise der Verarbeitung, von großer Trauer hin zu Erinnerungen an wunderbare Momente.
Besonders überzeugt mich die Authentizität, die Worte sind so gut gewählt und echt, dass sie in der Kürze des Romans so wunderbar nachhallen. Ich bin selbst in einer ähnlichen Situation wie Sebastian gewesen und fühle den Text einfach, die Momente, das Vor und Zurück, das Nostalgie- Karussell. Es wirkt wie direkt von der Seele geschrieben, ist dabei charmant, reflektiert und hat mich sehr tief drinnen erreicht. Wie ein Gespräch unter Freunden, bei gutem Essen und Wein und als hätten wir den Tod an den Tisch eingeladen, ganz bewusst, weil wir ihn nicht ausklammern können im Spiel des Lebens.
Sebastian ist Ende 20, als er den Anruf bekommt, den niemand haben möchte. Sein Vater hatte einen Unfall und schnell wird klar, dass er nicht überleben wird. Was danach folgt ist seine persönliche Reise der Verarbeitung, von großer Trauer hin zu Erinnerungen an wunderbare Momente.
Besonders überzeugt mich die Authentizität, die Worte sind so gut gewählt und echt, dass sie in der Kürze des Romans so wunderbar nachhallen. Ich bin selbst in einer ähnlichen Situation wie Sebastian gewesen und fühle den Text einfach, die Momente, das Vor und Zurück, das Nostalgie- Karussell. Es wirkt wie direkt von der Seele geschrieben, ist dabei charmant, reflektiert und hat mich sehr tief drinnen erreicht. Wie ein Gespräch unter Freunden, bei gutem Essen und Wein und als hätten wir den Tod an den Tisch eingeladen, ganz bewusst, weil wir ihn nicht ausklammern können im Spiel des Lebens.