Was Tod und Trauer mit sich bringen

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lea20125 Avatar

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In dem Buch erzählt Sebastian Becker sehr persönlich und ehrlich vom plötzlichen Tod seines 57-jährigen Vaters und davon, wie es ist, wenn das eigene Leben einfach weiterläuft, obwohl man sich eigentlich nur wünscht, dass für einen Moment alles stehen bleibt. Dass man einfach mal raus möchte aus allem und für eine gewisse Zeit nichts anderes fühlen und denken muss.

Er lässt einen daran teilhaben, wie Trauer manchmal in den komischsten und unerwartetsten Momenten wieder hochkommt. Auch die Frage, wann man sich selbst wieder erlauben darf, glücklich zu sein, taucht beim Lesen immer wieder auf. Die Gedanken und Metaphern darüber, wie man mit Trauer umgehen und mit einem Verlust weiterleben kann, haben mich an vielen Stellen sehr berührt.
Man bekommt außerdem viele persönliche Einblicke in sein Leben mit seinem Vater und vor allem in dessen letzte Tage. Dadurch fühlt sich das Buch sehr nah und echt an.

Besonders schön fand ich die kleinen handgeschriebenen Sprüche und Zeichnungen, die man von ihm als „Tschief“ kennt und die in jedem Kapitel auftauchen. Gerade weil das Thema so schwer ist, waren vorallem diese kleinen Zeichnungen und Sprüche für mich immer wieder für einen kurzen Moment sehr tröstlich.

Für mich ist es ein Buch über ein sehr trauriges und schweres Thema, das aber trotzdem nicht nur traurig ist. Es zeigt, dass das Leben irgendwann weitergeht und dass es okay ist, wieder schöne Momente zu haben und glücklich zu sein. Ohne dabei das Gefühl zu haben, dadurch den Menschen, den man verloren hat, weniger zu vermissen.