Wenn die Trauer bei dir einzieht
Bereits der Prolog von „Und es wird trotzdem wieder Sommer werden“ ist von beeindruckender Sprachgewalt. Becker gelingt dabei das Kunststück, die Trauer zu personifizieren und macht hierdurch ein abstraktes Gefühl greifbar, anschaulich und tief verständlich.
Im Laufe des Buches gewährt Sebastian Becker den Lesenden Einblicke in die gemeinsame Zeit mit seinem Vater vor dessen Tod, betrachtet diese Phase rückblickend und verwebt sie mit den Emotionen nach dessen Tod. Er gibt dem Leser zudem Einblicke in sein Erleben, sein Handeln und seine Unternehmungen nach dem Tod seines Vaters und stellt immer wieder einen Bezug zu der Trauer her, die ab diesem Zeitpunkt ein Teil von ihm ist - ein Mitbewohner, der für immer da ist, aber dessen Anwesenheit nicht immer in derselben Intensität spürbar ist.
Die Erzählstruktur ist dabei bewusst nicht chronologisch gewählt. Sie folgt der Logik unseres Gedächtnisses: unsortiert, fragmentarisch und sprunghaft – genau so, wie Bruchstücke der Vergangenheit unvermittelt an die Oberfläche dringen.
Besonders stark ist seine Fähigkeit, die Unvereinbarkeit von äußerem Geschehen und innerem Erleben in Worte zu fassen und bildlich darzustellen.
"Und es wird trotzdem wieder Sommer werden" ist ein außergewöhnlich persönlicher und intimer Einblick, der dennoch universell bleibt – Becker drückt genau das aus, was jeder nachempfinden kann, der selbst schon einmal getrauert hat.
Hierdurch bleibt man beim Lesen kein passiver Beobachter.
Das Buch stößt eigene Prozesse an: Man fühlt mit Sebastian Becker mit, erinnert sich selbst an die Menschen, die man verloren hat, an die Trauer und fühlt den vertrauten Schmerz und das Vermissen noch einmal ganz nah.
Fazit: "Und es wird trotzdem wieder Sommer werden" ist ein zutiefst berührendes Werk, das lange nachhallt.
Im Laufe des Buches gewährt Sebastian Becker den Lesenden Einblicke in die gemeinsame Zeit mit seinem Vater vor dessen Tod, betrachtet diese Phase rückblickend und verwebt sie mit den Emotionen nach dessen Tod. Er gibt dem Leser zudem Einblicke in sein Erleben, sein Handeln und seine Unternehmungen nach dem Tod seines Vaters und stellt immer wieder einen Bezug zu der Trauer her, die ab diesem Zeitpunkt ein Teil von ihm ist - ein Mitbewohner, der für immer da ist, aber dessen Anwesenheit nicht immer in derselben Intensität spürbar ist.
Die Erzählstruktur ist dabei bewusst nicht chronologisch gewählt. Sie folgt der Logik unseres Gedächtnisses: unsortiert, fragmentarisch und sprunghaft – genau so, wie Bruchstücke der Vergangenheit unvermittelt an die Oberfläche dringen.
Besonders stark ist seine Fähigkeit, die Unvereinbarkeit von äußerem Geschehen und innerem Erleben in Worte zu fassen und bildlich darzustellen.
"Und es wird trotzdem wieder Sommer werden" ist ein außergewöhnlich persönlicher und intimer Einblick, der dennoch universell bleibt – Becker drückt genau das aus, was jeder nachempfinden kann, der selbst schon einmal getrauert hat.
Hierdurch bleibt man beim Lesen kein passiver Beobachter.
Das Buch stößt eigene Prozesse an: Man fühlt mit Sebastian Becker mit, erinnert sich selbst an die Menschen, die man verloren hat, an die Trauer und fühlt den vertrauten Schmerz und das Vermissen noch einmal ganz nah.
Fazit: "Und es wird trotzdem wieder Sommer werden" ist ein zutiefst berührendes Werk, das lange nachhallt.