Der Klang alter Zeiten

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Das schlichte Buchcover lenkt den Fokus voll auf den poetischen Titel, was mir gut gefällt – es wirkt unaufgeregt und lässt Raum für die Geschichte.Der Schreibstil von Ute Mank hat mich sofort berührt. Er ist angenehm ruhig, bildhaft und transportiert eine tief sitzende Melancholie. Besonders der Spannungsaufbau in dieser Leseprobe ist extrem gelungen: Der harte Kontrast zwischen der packenden, gefährlichen Kindheitserinnerung im Krieg (dem verbotenen Birnenpflücken für ein jüdisches Mädchen) und der plötzlichen, fast schmerzhaft stillen Realität im Altersheim im Jahr 2011 reißt einen richtig mit.Die Charaktere wirken sofort wie aus dem Leben gegriffen. Dora ist eine stolze, authentische Frau, deren Einsamkeit und Sehnsucht nach Heimat nach dem Tod ihres Mannes spürbar unter die Haut gehen. Auch die Dynamik mit ihrer Familie und den skurrilen Tischnachbarn im Heim wirkt absolut menschlich.Ich erwarte von der Geschichte eine emotionale Reise, die zeigt, wie alte Geheimnisse und die Vergangenheit uns ein Leben lang begleiten. Ich möchte das Buch unbedingt weiterlesen, um zu erfahren, wie Doras Rückkehr in ihr Heimatdorf alte Wunden aufreißt und ob sie dort, zwischen all den Erinnerungen, noch einmal Frieden finden kann.