Die Spur, die fehlt!

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matteo19 Avatar

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Mein erster Eindruck von diesem Buch ist sehr bewegend und nachdenklich. Besonders die Idee, dass Dora nach vielen Jahrzehnten in ihren Heimatort zurückkehrt und dort auf eine Lücke in der Erinnerung an ihre ehemalige Freundin stößt, macht sofort neugierig. Die Geschichte scheint sich auf eine persönliche Weise mit einem sehr ernsten Kapitel der deutschen Geschichte auseinanderzusetzen.

Der Schreibstil wirkt ruhig, emotional und gleichzeitig spannend. Besonders interessant finde ich, dass die Vergangenheit nicht einfach nur erzählt wird, sondern durch Doras Erinnerungen und ihre Suche nach Antworten nach und nach wieder sichtbar wird. Dadurch entsteht vermutlich eine besondere Spannung, obwohl es sich nicht um einen klassischen Thriller handelt.

Dora wirkt als Hauptfigur authentisch, weil sie sich mit ihrer eigenen Vergangenheit und den Entscheidungen der Menschen aus ihrem früheren Umfeld auseinandersetzen muss. Auch Fanny macht neugierig, obwohl sie in der Gegenwart nicht selbst im Mittelpunkt steht. Die Frage, warum ihr Stolperstein fehlt, bildet einen starken Ausgangspunkt für die Geschichte.

Ich erwarte einen emotionalen und zugleich aufrüttelnden Roman über Freundschaft, Erinnerung, Schuld und Zivilcourage. Weiterlesen würde ich das Buch gerne, weil mich interessiert, was Dora über Fannys Schicksal herausfindet und wie die Dorfgemeinschaft mit der Vergangenheit umgegangen ist.