Ein Baum voller Erinnerung und Schuld

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vanessa_loves_books Avatar

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„Und mittendrin der Birnbaum“ hat mich schon mit den ersten Seiten sofort gepackt. Die Leseprobe wirkt dicht, eindringlich und sehr traurig, ohne dabei pathetisch zu sein. Besonders stark finde ich, wie ein scheinbar kleiner Moment mit den Birnen eine ganze Vergangenheit öffnet: Freundschaft, Verbundenheit, Angst und die Bedrohung durch die Zeit stehen hier ganz eng nebeneinander.

Der Schreibstil ist ruhig, aber sehr klar und atmosphärisch. Ich mochte sofort die Bilder von der Obstwiese, dem späten Licht und der Dunkelheit, die langsam hereinbricht. Gleichzeitig liegt über allem eine bedrückende Spannung, weil man spürt, dass in dieser Welt nichts sicher ist. Dass es um eine jüdische Freundin, Verstecken und die Zeit des Nationalsozialismus geht, verleiht der Geschichte für mich eine große emotionale und historische Wucht.

Ich erwarte von der weiteren Handlung eine schmerzhafte, aber wichtige Erinnerungsgeschichte, die zeigt, wie Kindheit, Schuld und Verlust miteinander verbunden sind. Genau solche Romane mag ich sehr, wenn sie nicht nur erzählen, was passiert ist, sondern auch, was in Menschen und Beziehungen zurückbleibt. Ich möchte unbedingt wissen, wie diese Geschichte weitergeht.