Fünf Steine, eine fehlende Erinnerung
Eine Rückkehr nach Jahrzehnten, vertraute Straßen, die zugleich fremd geworden sind. Der Spannungsaufbau liegt in der stillen Spurensuche um die fehlenden Stolpersteine – vier statt fünf, und genau der fehlende gehört Doras bester Freundin Fanny. Diese Leerstelle wirkt wie ein Mahnmal und weckt sofort die Frage, was mit Fanny geschah. Dora wirkt als Figur mit Tiefgang, getrieben von Erinnerung und Schuld. Ich erwarte eine leise, eindringliche Erzählung über Wegschauen und Verantwortung in der NS-Zeit und möchte weiterlesen, um zu erfahren, wie das Dorf mit seiner Vergangenheit umgeht.