Vergangenheit, die bleibt…
Dieser Roman hat mich besonders wegen seines Themas neugierig gemacht: Wie geht eine Dorfgemeinschaft mit ihrer eigenen Vergangenheit um – und was passiert, wenn Jahrzehnte später plötzlich Fragen auftauchen, die niemand mehr beantworten wollte? Dora entdeckt bei ihrer Rückkehr in ihr Heimatdorf, dass ein Stolperstein für ihre jüdische Freundin Fanny fehlt. Daraus entwickelt sich eine Spurensuche in die eigene Vergangenheit und in die Geschichte des Dorfes während der NS-Zeit. Ich finde die Verbindung aus persönlicher Erinnerung, Freundschaft und der Frage nach Verantwortung und Wegschauen sehr spannend. Ein Roman, von dem ich mir eine leise, eindringliche und zugleich aufwühlende Auseinandersetzung mit einem schwierigen Kapitel deutscher Geschichte erhoffe.