Berührend und traurig

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beatrix Avatar

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Ute Mank ist mit „Und mittendrin der Birnbaum“ ein mitreißender Roman gelungen. Allein schon der Einband ist wunderschön gestaltet und animiert zum Lesen.
Die Charaktere werden genau beschrieben und man kann sich gerade in die Hauptperson des Buches, Dora, sehr gut hineindenken. Ein sehr guter und ergreifender Blick wird auf die Kindheit und Jugend von Dora und ihrer Schuldfreundin Fanny gelegt, der mit der Judenverfolgung einhergeht.
Wie ging das hessische Dorf in der Nazizeit mit den Juden um. Wer waren die Antreiber, wer half den Verfolgten. Wahrscheinlich wird hier die Geschichte erzählt, wie sie damals in vielen Dörfern passierte.
Dora, die im Alter nach dem Tod ihres Mannes in ihren Heimatort zurückkehrt, um dort ihren Lebensabend in einem Seniorenheim zu verbringen, begibt sich auf Spurensuche. Was ist mit ihrer jüdischen Freundin Fanny passiert. Warum gibt es keinen Stolperstein für sie. Für Dora ist es eine schwierige Suche, die sie teilweise nur widerstrebend angeht. Der Zwiespalt in dem Dora sich befindet wird sehr schön dargestellt. Aber auch die Unterstützung der jungen Frau Pina hilft Dora bei der Suche nach der Wahrheit und nach Fanny. Ein tolles Buch, das ich nicht aus der Hand legen konnte.