Bewegende Erinnerungen
Als Dora als alte Frau in ein Seniorenheim in ihr Heimatdorf zieht, kommt auch mit dem Umzug ihre Erinnerung wieder. Die Erinnerung an ihre frühere beste Freundin hatte sie beiseite geschoben, weil sie sich schuldig fühlt ihrer Freundin, die Jüdin war, in der schweren Zeit nicht zur Seite gestanden zu haben. Die Erfüllung ihrer Träume war ihr damals wichtiger. Gemeinsam mit der jungen Frau, die Enkelin der Leute, die damals das jüdische Haus übernommen haben, macht sie sich auf eine Reise in die Vergangenheit. Ruhig, unaufgeregt und trotzdem absolut fesselnd ist in diesem Roman über Freundschaft, Erinnerung, Schuld und Zweifel geschrieben. Die Freundschaft zwischen der alten Frau und dem jungen Mädchen, die mit Hilfe eines anderen alten Dorfbewohners gemeinsam Doras Erinnerungen nachspüren, ist gut geschildert. Das Buch hat mich sehr bewegt.