Der fehlende Stolperstein
In hohem Alter kehrt Dora in ihren Heimatort Hausen zurück, um sich dort in einem Seniorenheim einzuquartieren, wieder Kontakt zu Bruder und Schwägerin aufzunehmen und irgendwie auch mit der Vergangenheit abzuschließen. Vergangenheit, das ist auch ihre Freundin Fanny, zu der sie seit Kriegszeiten keinen Kontakt mehr hatte, Fannys jüdische Familie ist seinerzeit in die USA emigriert. Bei einem Spaziergang entdeckt sie vor dem ehemaligen Haus der Familie vier Stolpersteine. Die Familie hatte jedoch drei Kinder, der Gedenkstein für Fanny fehlt. Was ist seinerzeit nur passiert?
In wechselnden Zeitebenen erfahren wir das Leben und die Gedanken von Dora: einmal zu Kriegszeiten und dann in der Gegenwartsebene. Mir hat es insbesondere gut gefallen, dass hier in Bezug auf den Antisemetismus nicht mit dem mahnenden Finger gezeigt wird, sondern das einfache Dorfleben präsentiert wird: ein Dorf, in dem die Menschen nach ihren Häusern benannt werden sowie zwei Mädchen, die eigentlich nur Freundinnen sein wollten und bei denen eine für ein höheres Ziel beständig unter Druck gesetzt wird. Der titelgebende Birnbaum blitzt dabei symbolisch immer mal wieder kurz auf. Doras Gefühle sind dabei für mich nicht so tiefgreifend dargestellt, wie ich es eigentlich erwartet hatte, passen aber dennoch gut zu der hier erzählten Geschichte, bei der für mich eine junge Frau aus dem Dorf, die Dora bei der Recherche zur Vergangenheit hilft, der sympatischste Charakter war.
Die Geschichte ist leichtgängig lesbar und könnte so oder so ähnlich in vielen kleinen Dorfgemeinschaften passiert sein, auf jeden Fall sehr lesenswert!
In wechselnden Zeitebenen erfahren wir das Leben und die Gedanken von Dora: einmal zu Kriegszeiten und dann in der Gegenwartsebene. Mir hat es insbesondere gut gefallen, dass hier in Bezug auf den Antisemetismus nicht mit dem mahnenden Finger gezeigt wird, sondern das einfache Dorfleben präsentiert wird: ein Dorf, in dem die Menschen nach ihren Häusern benannt werden sowie zwei Mädchen, die eigentlich nur Freundinnen sein wollten und bei denen eine für ein höheres Ziel beständig unter Druck gesetzt wird. Der titelgebende Birnbaum blitzt dabei symbolisch immer mal wieder kurz auf. Doras Gefühle sind dabei für mich nicht so tiefgreifend dargestellt, wie ich es eigentlich erwartet hatte, passen aber dennoch gut zu der hier erzählten Geschichte, bei der für mich eine junge Frau aus dem Dorf, die Dora bei der Recherche zur Vergangenheit hilft, der sympatischste Charakter war.
Die Geschichte ist leichtgängig lesbar und könnte so oder so ähnlich in vielen kleinen Dorfgemeinschaften passiert sein, auf jeden Fall sehr lesenswert!