Dunkle Zeit
Meine Meinung zur Autorin und Buch
Schon ihr erster Roman „ Wildtriebe „ von Ute Mank , hat mich sehr beeindruckt und begeistert. Auch ihr neues Werk, hat sehr viel Tiefgang und ist mir unter die Haut gegangen. Sie hat alles sehr bildhaft dargestellt, und sich gut in jede einzelne Figur hineinversetzt, man lernt sie und ihre einzelnen Gefühle zu verstehen . Besonders Dora und die junge Pina , habe ich ins Herz geschlossen. Sie hat hervorragend die damalige Zeit wiedergegeben, unsere dunkelste Vergangenheit. Ich bin 1952 geboren, vielleicht konnte ich mich deshalb sehr gut hineinführen , auch durch meine beiden Großmütter, die mir schonungslos von damals erzählt haben . Eine war sogar Haushälterin bei einer jüdischen Familie, die aber rechtzeitig nach Amerika fliehen konnten. Meine andere Oma deutlich jünger hat auch sehr viele Juden gekannt. Ich finde das Buch passt hervorragend in diese unruhige Zeit.
Dora und die jüdische Fanny sind beste Freundinnen, Fannys Vater ist Viehhändler, seine Frau eine Liebevolle Mutter. Dora stammt von einem Bauernhof und muss viel zu Hause helfen, im Gegensatz zu Fanny, das tut der Liebe keinen Abbruch. Doch eines Tages hört der alte Lehrer auf, und der neue kommt in die Schule er wickelt seine Schüler förmlich ein durch sein nettes Gehabe. Fanny fürchtet sich vor ihm er hat einen eisigen Blick. Dora im Gegenteil fühlt sich wohl , beide sind gute Schülerinnen, aber dieser Lehrer befördert Fanny in die letzte Bank und lässt sie links liegen. Das ganze Dorf ändert sich, seit die Nazis an der macht sind, die Dörfler glauben den Leeren versprechen dieser Nazis, die denen die Welt schön malt. Dora und Fanny lieben dieses köstlichen Birnen auf dem fremden Grundstück, sie sind so lecker saftig und weich, sie naschen sie heimlich. Dieser Baum windet sich wie ein rotes Band durch das Buch. Die Juden dürfen nicht mehr Arbeiten oder Schule besuchen, bis eines Tages werden sie mit dem Buss alle abgeholt. Dora ist da schon weg, auf der Lehrerinnen Schule. Die Freundinnen verlieren sich aus den Augen. Dora möchte nicht mehr nach Hause zur, sie geht in die Stadt und lernt dort ihren Mann kennen. Viele Jahre später die Tochter ist verheiratet und hat eine Tochter Alice, Dora mag sie gerne. Ihr Mann ist verstorben, das Haus zu groß, sie verkauft es, und zieht nach Hausen in ihr altes Heimatdorf, in ein Heim das betreutes wohnen anbietet. Sie wandert durch den Ort , vieles hat sich verändert, vor Fannys ehemaligen Elternhaus liegen 4 Stolpersteine, warum es müssten eigentlich 5 sein, der Stein von Fanny fehlt. Sie fragt ihre Schwägerin die Grete , aber die weiß angeblich nichts. Durch Zufall lernt sie Pina kennen die Enkelin von der ehemaligen Edeka Besitzerin, Dora ist im Moment geschockt, aber allmählich nähern sich die beiden an. Der Auslöser waren die Stolpersteine, Pina interessiert die ganze Geschichte von damals und natürlich der fehlende Stein von Fanny. Pina will es unbedingt erfahren was da passiert ist. Es wird spannend diese Nachforschungen, ich habe mitgefiebert ob sie es lösen können. Eines ist Dora dabei deutlich geworden, so eine beste und gute Freundin hatte sie nie mehr.