Eine bewegende Geschichte um Schuldgefühl und Verdrängung.
Dora und Fanny zwei Freundinnen für's Leben. Zumindest dachten sie es so, bis Krieg, Rassenwahn, Vernichtung und Vertreibung auch ihr kleines Kindheitsparadies erreicht. Doch als Dora im hohen Alter zurück in den Heimatort zieht, fehlt bei den Stolpersteinen einer, der den Namen ihrer Freundin trägt. Was ist mit ihr geschehen hat sie überlebt? Eine Suche in der Vergangenheit beginnt. Da kommt da noch Pina dazu, eine lebenslustige offene junge Frau. Der Gegenpol zu Dora. Dies lockert die nachdenkliche Geschichte etwas auf. Sie wurde in einem sehr angenehmen Schreibstil verfasst, mit Ereignissen die einen nachdenklich stimmen und nachhallen. Die Charaktere und deren Handlungen sind realistisch beschrieben. Man fühlt mit der Hauptprotagonistin Dora, fühlt ihre Zerissenheit zwischen Erinnerung und verdrängen wollen. Man kann auch ihre Schuldgefühle gegenüber Fanny nachempfinden, welches sie nie verlor. Dieser Roman, ist ein guter, Blick in eine Zeit, die auch zur Geschichte von uns jüngeren Generationen gehört. Solche Bücher sind gerade im Hier und Jetzt so wichtig. Manifestieren sie doch den Gedanken, dass so etwas nie wieder geschehen darf. Fazit: sehr lesenswert und bewegend. Das Cover ist wunderbar passend gestaltet. Es fällt in seiner Gestaltung auf, ohne schreiend zu wirken.