Eine Geschichte über Erinnerung, Schuld und Verantwortung
Im Mittelpunkt des neuesten Romans von Ute Mank steht Dora, die nach dem Tod ihres Mannes in ihren Heimatort Hausen zurückkehrt. Vor dem Haus ihrer jüdischen Freundin entdeckt sie vier Stolpersteine, der Name ihrer Freundin Fanny fehlt. Gemeinsam mit der jungen Pina, begibt sich Dora auf eine Reise in die Vergangenheit und lässt die schmerzlichen Erinnerungen und Schuldgefühle zu, die sie lange Jahre verdrängt hat. Dank der Hilfe eines Dorfbewohners offenbart sich Dora allmählich was mit Fanny passiert ist. Es ist auch nach so vielen Jahren immer noch unbegreiflich, wie die Nazis eine ganze Nation manipulieren konnten. Wie jüdische Menschen als Feinde deklariert wurden, ihnen Hab und Gut weggenommen wurde und sie zum Schluss auch noch ihr Leben lassen mussten. Und die Dorfgemeinschaft hat ignoriert und geschwiegen. Nur wenige haben ihre Menschlichkeit bewahrt und sich nicht verblenden lassen. Ein Buch das unter die Haut geht und dem ich viele Leser wünsche.