Emotional berührend

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lesemausu Avatar

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Dora kehrt im hohen Alter in ihr Heimatdorf zurück und beginnt gemeinsam mit der jungen Pina nach ihrer ehemaligen jüdischen Freundin Fanny zu suchen, deren Schicksal ungeklärt ist. Dabei wird sie mit ihrer eigenen Vergangenheit und der Frage konfrontiert, warum sie Fanny damals nicht geholfen hat.
Die Geschichte wird sehr ruhig und einfühlsam erzählt, gerade deswegen hat sie mich besonders berührt. Es wird sehr deutlich, wie lange verdrängte Erinnerungen und Schuld einen begleiten können. Sehr nachvollziehbar wird auch thematisiert, wie Menschen durch die nationalsozialistische Ideologie beeinflusst, manipuliert und gegeneinander aufgehetzt wurden und Wegschauen und Zivilcourage. kollektive Schweigen und Verdrängen. Die Protagonistinnen werden sehr nahbar und vielschichtig dargestellt, Doras innere Zerrissenheit, ihre Schuldgefühle und ihr langes Verdrängen der Vergangenheit werden deutlich spürbar. Insgesamt fand ich den Roman bewegend und nachhaltig und die Themen aktueller denn je.