Erinnerung

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frankenfrosch Avatar

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Uta Mank beschreibt in ihrem Roman 'Und mittendrin der Birnbaum' eine etwas andere Art der Erinnerung. Dora hat als Kind/Jugendliche den Nationalsozialismus in einem kleinen Dorf miterlebt. Für sie hatte er keine Schrecken, sondern bot ihr, als Bauerntochter, die Möglichkeit einer Ausbildung, deren Abschluss durch das Ende des 2. Weltkrieges verhindert wurde. Die beste Freundin im Dorf war eine Jüdin. Nun ist Dora alt und zieht in ein Seniorenheim in ihrem alten Dorf und die Erinnerungen kommen hoch. Mit ihnen die Schuldgedanken, Fanny im Stich gelassen zu haben. Doch stimmte das? Wieviel Wahrheit steckt in Erinnerungen? Hat man schon Schuld auf sich geladen, wenn man sein Dorf und seine gefährdete Freundin verlässt, um eine Chance zu nutzen, die ausgerechnet die Menschen bieten, die andere verfolgen? Diese Gedanken beschäftigen nicht nur Dora, sondern sicher auch die Leserschaft. Wie immer finde ich Bücher zu diesem Thema wichtig und sie werden immer wichtiger. Vor allem, wenn sie so leicht zu lesen sind. Wobei mich der etwas betuliche Stil manchmal ein wenig genervt hat, aber natürlich wunderbar zu den Gefanken einer über 80jährigen Frau passt.