Freundinnen
Ute Mank erzählt in ihrem neuen Roman „Und mittendrin der Birnbaum“ von der verbotenen Freundschaft zwischen einem jüdischen und einem deutschen Mädchen zur Zeit des Zweiten Weltkrieges. Die verwitwete Protagonistin Dora kehrt nach Jahrzehnten in ihren Heimatort Hausen zurück um dort ihren Lebensabend zu verbringen. Sie erinnert sich an ihre damalige jüdische Freundin Fanny und geht sie ihrem damaligen Haus. Vor dem Haus entdeckt sie Stolpersteine von Fannys Familie, aber ein Stein mit Fannys Namen fehlt. Fanny war zu Nazizeiten ihre beste Freundin und obwohl es verboten war, hat sie sie zunächst regelmäßig heimlich besucht, sich dann aber nach und nach von ihr abgewandt.Sie hat sich nie großartige Gedanken über die Judenverfolgung gemacht, die auch in ihrem Dort stattfand und über die ihr Fanny erzählt hat und die sie selbst miterlebt hat. Nach und nach gibt sie ihren verschütteten Erinnerungen wieder Raum und zusammen mit einer jungen Frau namens Pina begibt sie sich auf die Suche nach ihrer verschollenen Freundin. Ute Mank schreibt ruhig und sensibel über die damalige Zeit und hat mich mit ihrem Buch sehr berührt.